Hamburg: Nach Gastro-Öffnung – Kellnerin ärgert sich maßlos! „Labert mich nicht an“

Eine Kellnerin serviert Essen. (Symbolbild)
Eine Kellnerin serviert Essen. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild/Britta Pedersen

Eigentlich war die Freude in Hamburg groß, als auch für die Gastronomie Lockerungen beschlossen wurden. Seit Anfang Juni darf die Außengastronomie öffnen, nur wenige Tage später folgte auch der Innenbereich.

Natürlich ist ein Restaurantbesuch noch immer mit Regelungen verbunden. Dazu zählen zum Beispiel Mundschutz tragen, bis man am Tisch sitzt oder das Hinterlassen der eigenen Kontaktdaten. Ausgerechnet damit scheint es in Hamburg jedoch Probleme zu geben.

Hamburg: Kellnerin platzt der Kragen

Einer Kellnerin ist aus diesem Grund der Kragen geplatzt. Auf Facebook macht sie ihrem Ärger Luft. „Wie sehr es mich nervt, euch kontrollieren zu müssen“, leitet die Frau ihren Beitrag ein.

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Sie erzählt von Begegnungen mit ihren Gästen: „Ich lade mir sicher keine App herunter, die blablabla“ sei da zu hören oder „Ne also, mach ich nicht, will ich nicht, blablabla“. Ihre eindeutige Reaktion: „Interessiert mich nicht!“

Schließlich sei das in jedem Einzelhandelsgeschäft üblich, genau so wie das Tragen einer Maske. Wen das störe, der solle sich an die Politik wenden. „Labert mich nicht an, sondern den Senat!“, wird die Frau deutlich.

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Hamburg: Menschen haben ähnliche Erfahrungen gemacht

Schließlich sollten sich, statt zu streiten, alle darüber freuen, „dass wir endlich ein wenig normal mit euch die Gastro erleben dürfen“. Die Kellnerin ergänzt: „Kein Pickel unter der Maske ist es wert, mit euch über die Maßnahmen zu diskutieren!“

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Für ihren Beitrag erhält die Frau viel Zuspruch. Und auch andere Menschen haben ähnliche Erfahrungen gemacht. „Leider geht es nicht nur den Kellnern so, auch wir Verkäuferinnen,haben genau das gleiche Problem“, berichtet eine Frau.

Und ein Mann erzählt: „Schrecklich. Teils werden die Leute richtig aggressiv. Hab die Leute zum Diskutieren nur noch an den Senat oder Regierung verwiesen, denn da werden die Regeln gemacht.“

Nur ein kleiner Teil in Hamburg missachtet die Regeln

In weiteren Kommentaren wird deutlich, dass viele dieses Verhalten nicht nachvollziehen können und sich darüber ärgern. Hier eine Übersicht:

  • „Das macht mich so wütend, wenn ich das lese.“
  • „Danke für den Text, ich unterschreibe den so wie er ist.“
  • „Alle haben so lange geschrien 'macht die Gastro auf' und jetzt wird weiter gemeckert.“
  • „Da stecken wir schon alle im selben Boot und dennoch können sich viele nicht zusammenreißen!“
  • „Ich möchte gerade nicht in deiner Haut stecken, aber ich finde du machst einen verflucht guten Job!“

Über den enormen Zuspruch ist sogar die Kellnerin verwundert. „Ich finde es total spannend, wie viele so entspannt reagieren und nett sind! Hab mit totalem Gegenwind gerechnet“, meldet sie sich noch einmal in den Kommentaren.

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Es zeigt, dass wohl eher ein kleiner Teil der Menschen in Hamburg nicht bereit ist, die Regeln zu akzeptieren. Und das ist in dieser Zeit doch ein gutes Zeichen. (mk)

Auch an der Nordsee gab es Ärger in der Gastronomie. Eine Urlauberin hatte sich über die teuren Preise nach Corona beschwert – und damit eine heftige Diskussion ausgelöst. Hier mehr lesen <<<