Hamburg hat Plan für Kreuzfahrtschiffe, doch es gibt eine deutliche Warnung! „Kann nicht sein“

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Kreuzfahrten: Urlaub auf hoher See

Von Jahr zu Jahr stechen mehr Touristen in See. Kreuzfahrten werden weltweit immer beliebter. Auch immer mehr Deutsche machen Urlaub auf hoher See.

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Hamburg will sich für den Klimaschutz stark machen. Einen wichtigen Beitrag dazu soll Landstrom im Hafen leisten. Dazu sollen neue Anlagen gebaut werden, die sowohl Container- als auch Kreuzfahrtschiffe versorgen sollen (MOIN.DE berichtete).

Doch schon bevor das Vorhaben in Hamburg in die Tat umgesetzt wird, gibt es eine Warnung.

Hamburg soll mehr Landstromanlagen bekommen

Am Mittwoch erst verkündete der Senat, dass Landstromanlagen auf den Containerterminals Burchardkai, Tollerort und Eurogate sowie den Kreuzfahrtterminals Steinwerder und HafenCity errichtet werden sollen. Verantwortlich dafür ist die Hamburg Port Authority.

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Als „deutliches Zeichen für mehr Umweltschutz“ benennt der Stadt den Schritt. Zudem wachse die globale Nachfrage nach klimaneutraleren Logistikketten und Schiffsreisen. Die Anlagen seien „zum Großteil die ersten ihrer Art in Europa“.

Anfang des kommenden Jahres wird es bereits eine Testphase geben, bis 2025 soll auch das Kreuzfahrtterminal HafenCity mit einer Landstromanlage ausgestattet sein. Einen Plan, der auch beim Naturschutzbund Hamburg (Nabu) Anklang findet.

Stadt Hamburg ist Vorreiter

Ohne das jahrelange Beharren des Umweltverbandes wäre „Hamburg nicht zum Vorreiter für Landstromversorgung bei Kreuz- und Handelsschifffahrt geworden“, heißt es in einer Mitteilung. Allerdings sieht man auch ein Problem im Anmarsch.

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Denn allein kostspielige Landstromanlagen vorzuhalten, nutze wenig, wenn Reeder aus Kostengründen den Landstrom verweigern und die Schiffe nicht entsprechend ausgerüstet sind.

Deshalb fordert der Nabu die Politik auf, eine verbindliche Abnahme von Landstrom auf den Weg zu bringen. „Denn es kann nicht sein, dass rund mehrere Zehnmillionen Euro Steuergelder in Anlagen gesteckt“, aber diese dann nicht konsequent genutzt werden.

Wie die Politik auf diese Forderung reagiert, bleibt abzuwarten. (lh)