Hamburg: Tragische Gewissheit – Leiche von Multi-Millionär Kai Wünsche an Strand einer Nordsee-Insel angespült

Hamburg: Der verstorbene Kai Wünsche war an Bord der „MS Europa“.
Hamburg: Der verstorbene Kai Wünsche war an Bord der „MS Europa“.
Foto: IMAGO / Jürgen Ritter, picture-alliance / dpa | Fotoreport (Montage MOIN.DE)

Eine Tragödie ereignete sich am Montag, als der Multi-Millionär Kai Wünsche über Bord des Kreuzfahrtschiffes „MS Europa“ ging (MOIN.DE berichtete), das von Hamburg aus zu einer Westeuropa-Reise aufgebrochen war.

Eine großangelegte Suche wurde sofort eingeleitet, musste aber gegen Abend abgebrochen werden. Schon zu diesem Zeitpunkt hatte die niederländische Küstenwache erklärt, es gebe auf Grund der Wetterverhältnisse keine Hoffnung mehr, dass der 81- Jährige aus Hamburg noch lebt. Jetzt bringt ein Fund am Nordsee-Strand traurige Gewissheit.

Hamburg: Leichnam bringt Gewissheit

Am Dienstag soll ein lebloser Körper im Wasser treibend gesichtet worden sein. Dabei handelte es sich um die Leiche von Kai Wünsche.

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Daten und Fakten zu Hapag Lloyd Cruises:

  • ein Kreuzfahrtunternehmen mit Sitz in Hamburg und einer Flotte von fünf Schiffen
  • hat sich auf die beiden Marktsegmente Expeditionskreuzfahrten und Yacht-Kreuzfahrten spezialisiert
  • es werden auch exklusive Kreuzflüge mit Privatjet organisiert
  • seit Anfang 2020 gehört das Unternehmen zu Tui Cruises
  • die „MS Europa“ ist das Flaggschiff von Hapag Lloyd Cruises

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Der Leichnam wurde auf der niederländischen Insel Terschelling angespült. Zwei Tage brauchten die Ermittler, um alle Zweifel auszuschließen. Dann stand am Donnerstag fest, dass es tatsächlich der Multimillionär ist.

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Es gebe keine Hinweise auf eine Straftat, teilte die niederländische Polizei über Twitter mit. Damit seien die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen. Die Reederei Hapag-Lloyd Cruises verkündete nach Auswertung der Videoaufzeichnungen ebenfalls, dass sie keine Hinweise auf einen Unfall oder Fremdverschulden habe.

Hamburg: Mulit-Millionär war sehr geschätzt

Der frühere Unternehmer und FDP-Politiker hatte sein Vermögen mit Mode und Immobilien-Investments gemacht. An Bord des Luxuskreuzfahrtschiffes hätte er eigentlich eine 13-tägige Reise genießen sollen. Bereits nach sechzehn Stunden äußerte sein Ehemann Rainer dann aber die Sorge, Kai Wünsche sei über Bord gegangen.

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Ein Freund des Verstorbenen erinnert sich an den Multi-Millionär als jemanden, der gesellschaftlich immer gut aufgestellt war und viele geschätzte Fähigkeiten besaß. (fk)

------ Anmerkung der Redaktion ------

Aus verschiedenen Gründen berichten wir normalerweise nicht über Suizide oder Suizidversuche – außer, wenn diese durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit erfahren.

Wir möchten eindringlich darauf hinweisen: Wer unter Depressionen oder Selbstmordgedanken leidet oder jemanden kennt, der daran leidet, kann sich unter anderem bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr beraten lassen. Sie ist erreichbar unter der Telefonnummer 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.