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Hamburg: Langeweile wegen Corona? DAS kaufen die Leute jetzt besonders oft im Baumarkt ein

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Lange Schlangen vor Hornbach. So auch in Hamburg. Doch was kaufen die Menschen eigentlich (Symbolfoto)? Foto: imago images/HärtelPRESS

Hamburg. 

In Hamburg bilden sich nicht nur vor den Supermärkten lange Schlangen. Auch vor den Baumärkten kommt es immer wieder zu großen Ansammlungen von Kunden.

Doch was genau kaufen die Menschen aus Hamburg dort? Und noch viel wichtiger: Werden die Produkte im Baumarkt deswegen jetzt bald ausverkauft sein? MOIN.DE ist diesen Fragen für dich auf den Grund gegangen.

Hamburg: Riesiger Kundenansturm – Filialen mussten bereits schließen

Seit der Corona-Krise gibt es in ganz Deutschland einen regelrechten Ansturm auf Baumärkte. Das ging sogar so weit, dass Hornbach seine Filialen in einigen Bundesländern schließen musste. Hamburger Filialen waren zwar nicht betroffen, aber in Niedersachsen standen Menschen vor verschlossenen Türen.

Jedoch habe sich die Situation seitdem ein wenig entspannt, berichtet Hornbach. Viele Kunden sollen jetzt vermehrt im Online-Shop des Baumarktes einkaufen. Dennoch ist die Nachfrage in den geöffneten Filialen, wie denen in Hamburg, immer noch hoch. Hier kaufen die Menschen nach wie vor viel ein. Doch was genau verschlägt sie in die Baumärkte?

Das kaufen die Menschen jetzt besonders häufig

Ein Sprecher von Hornbach verrät, dass viele Kunden im März, zu Beginn der Corona-Krise vor allem Materialien für Garten- und Heimprojekte gekauft haben. Besonders beliebt waren da Farben und Tapeten. Sie wurden „über dem üblichen Märzniveau“ verkauft.

Jetzt wird es langsam wärmer und viele Menschen konzentrieren sich nicht mehr so sehr auf Innenprojekte wie im kühlen März. In Hornbach-Filialen stehen daher jetzt neben Gartenprodukten, wie Blumenerde, Dünger, oder Pflanzen auch Produkte aus dem Bereich Gartenfreizeit ganz oben auf der Einkaufsliste.

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Alles für den Garten

Grills, Gartenpools, Spielgeräte für Kinder, wie Schaukeln oder Trampoline sind hier zu regelrechten Bestsellern geworden. Aber auch Holz wird besonders häufig gekauft. Das verwenden die Kunden ebenfalls gerne für den Außenbereich, zum Beispiel für Holzterrassen Gartenlauben oder selbst gebaute Spielgerüste.

All das sei typisch für den April, wird in diesem Jahr aber „noch stärker nachgefragt als in den Vorjahren“, berichtet Hornbach. Das Unternehmen erklärt die große Nachfrage so: „Der bereits vorhandene Cocooning-Trend mit dem Unteraspekt der ,Garten als verlängertes Wohnzimmer‘ wird durch Corona nochmal verstärkt. Die Menschen bleiben daheim und möchten es sich dort möglichst schön und angenehm gestalten.“

Kundenansturm auch bei Hagebau

In den Filialen des Hagebau-Markt spielt sich ähnliches ab: „Pflanzen, Erde, Grill und Grillzubehör“, sollen die Kunden hier derzeit am meisten kaufen. „Darüber hinaus scheinen sich einige Kunden auch mit der Renovierung zu beschäftigen, da auch diese Artikel stärker gefragt sind“, teilt ein Sprecher mit.

Engpässe nur bei diesen Produkten

Trotz der großen Nachfrage soll es bei beiden Baumärkten jedoch nicht zu Engpässen kommen. Lediglich der Hagebau-Markt berichtet, dass Desinfektionsmittel zeitweise ausverkauft waren. Der kleine Lieferengpass sei jedoch wieder behoben. Und auch bei Hornbach sollen Atemschutzmasken für eine längere Zeit vergriffen gewesen sein. Heim- und Gartenprodukte sollen allerdings nirgendwo ausverkauft sein.

Hornbach berichtet, dass man auf die große Kundennachfrage gut vorbereitet sei. „Es gibt keinen Anlass zu Hamsterkäufen“, appelliert das Unternehmen daher an seine Kunden.

Es rät ihnen außerdem zu Online-Käufen: „Alles, was gut planbar ist, sollte online bestellt und geliefert werden – oder online reserviert und vier Stunden später fertig kommissioniert im Markt abgeholt werden. So sind die Kunden nur kurz im Markt.“ Das vermindere das Risiko einer Coronavirus-Infektion. (kf)