Hamburg: An diesen unheimlichen Ort kommen Menschen nur selten – jetzt gibt es eine einmalige Gelegenheit

Auch in einer Großstadt wie Hamburg gibt es abgelegene Orte, die Menschen nur selten zu Gesicht bekommen (Symbolbild).
Auch in einer Großstadt wie Hamburg gibt es abgelegene Orte, die Menschen nur selten zu Gesicht bekommen (Symbolbild).
Foto: picture alliance | Christian Ohde

Auch in einer Großstadt wie Hamburg gibt es Orte, an die nur selten Menschen gelangen. Das Naturschutzgebiet Moorgürtel in der Süderelbmarsch im Alten Land ist so ein Fleckchen Erde.

Am Stradtrand von Hamburg, zwischen Neugraben-Fischbeck und Neu Wulmstorf, lag früher ein großflächiges Randmoor des Elbe-Urstromtals. Heute wird es hauptsächlich als ausgedehntes Grünland genutzt. Für Menschen ist das Gebiet sonst schwer zugänglich – doch jetzt gibt es eine einmalige Gelegenheit.

Hamburg: Moor-Aktionstag im Naturschutzgebiet Moorgürtel

Am Samstag, den 4. Dezember 2021 veranstaltet der NABU Hamburg in Kooperation mit der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft ab 10 Uhr einen Moor-Aktionstag im Naturschutzgebiet Moorgürtel.

---------------

Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

---------------

In einem noch erhaltenen Hochmoorkern, dem Nincoper Moor, werden aufgewachsene Birken aus dem Moor entfernt. Interessierte können bei diesem Einsatz mithelfen.

+++ Hamburg verordnet häusliche Quarantäne – doch die Sache hat einen gewaltigen Haken +++

Neben der körperlichen Betätigung an der frischen Luft, bietet sich ein seltener Einblick in das sonst kaum zugängliche Naturschutzgebiet. Je nach Witterungsverhältnissen kann es außerdem schnell düster werden.

Hamburg: Moore leisten Beitrag zum Klimaschutz

Die NABU-Stadtteilgruppe Süd wird nebenbei über ihre Arbeit im Süden Hamburgs und über das wertvolle Nincoper Moor im Naturschutzgebiet Moorgürtel berichten.

„Moore bieten eine wichtige Lebensgrundlage für hochspezialisierte Tier- und Pflanzenarten“, erklärt Julia Glischinski, Referentin für Moorschutz beim NABU Hamburg den Hintergrund der Aktion. „Aber auch für uns leisten intakte Moore wichtige Funktionen, für den Klimaschutz, als Wasserspeicher und für die Naherholung.“

+++ Jan Fedder im „Großstadtrevier“: Diesen Kult-Laden liebte der Schauspieler besonders – jetzt steht er vor dem Aus +++

Im Naturschutzgebiet Moorgürtel lebt zum Beispiel zurückgezogen und scheu ein inzwischen prominenter Vertreter der Vogelwelt: Der Wachtelkönig. Er ist rund 30 Zentimeter groß und gehört zu den in der gesamten Europäischen Union vom Aussterben bedrohten Arten.

+++ Hamburg: Mann wird in Corona-Testzentrum weggeschickt – als er zurückkommt, fürchtet die Leiterin um ihr Leben +++

Größter Speicher von organischen Kohlenstoff in Hamburg

Moore wurden durch Torfabbau und Entwässerungen in der Vergangenheit stark geschädigt. Naturschutzmaßnahmen und viel Geduld sind erforderlich, um diese wertvollen Ökosysteme und den naturnahen Lebensraum wiederherzustellen.

Bäume entziehen dem Moor Wasser und verhindern damit die natürliche Torfbildung, deshalb ist eine regelmäßige Entfernung aufwachsender Gehölze für den Schutz dieser faszinierenden Landschaften notwendig.

---------------

Mehr News aus Hamburg:

---------------

„Der Moorgürtel ist Hamburgs größter Speicher von organischem Kohlenstoff. Hier sind über eine Million Tonnen des Treibhausgases CO2 in den Moorböden gespeichert“, erklärt Bernd Hönig, Teil des Leitungsteams der NABU-Gruppe Süd, die sich ehrenamtlich für den Schutz des Nincoper Moors einsetzt.

Wer mitmachen will, kann sich bis zum 2. Dezember um 14.00 Uhr auf der Webseite des NABU Hamburg für den Aktionstag anmelden. Wetterfeste Arbeitskleidung, Gummistiefel, Arbeitshandschuhe und Verpflegung sind mitzubringen. (mk)