Hamburg und der Norden sind Omikron-Hotspot – es gibt einen Verdacht, wieso das so ist

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Der Norden, insbesondere Hamburg, ist zum Omikron-Hotspot geworden.

Und es gibt einen klaren Verdacht, warum Hamburg und andere nördliche Bundesländer so stark von der Virus-Variante betroffen sind.

Hamburg ist am stärksten von Omikron betroffen

In Hamburg wurden laut RKI bis jetzt 1881 Fälle der Omikron-Variante vermutet (Stand: 31. Dezember). Gemessen an der Bevölkerungsgruppe ist die Hansestadt damit am stärksten von der Variante betroffen. Und dafür gibt es wahrscheinlich eine Erklärung.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Die Hamburger Sozialbehörde teilt dem „Spiegel“ mit, dass die „die räumliche Nähe zu europäischen Nachbarländern, in denen die Omikron-Variante bereits einen wesentlichen Teil des Infektionsgeschehens ausmacht“, einen Grund für die stärkere Verbreitung in der Hansestadt sein könnte.

Tatsächlich ist die Omikron-Variante in Dänemark beispielsweise schon seit dem 21. Dezember verantwortlich für mehr als die Hälfte der Corona-Fälle.

Da die nördlichen Bundesländer ebenfalls in der Nähe anderer Länder mit hohen Omikron-Infektionsgeschehen sind, erklärt das auch, warum der Norden Deutschlands ein Omikron-Hotspot ist.

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Hamburg ist gleich doppeltem Risiko ausgesetzt

Zusätzlich seien die besonderen Gegebenheiten in Großstädten, ein weiterer Grund, warum sich die Omikron-Variante dort leichter durchsetzen könne. Dass viele Leute auf engen Raum wohnen, der öffentliche Nahverkehr und dass sich mehr Menschen treffen, könnten in dem Fall eine große Rolle spielen.

Hamburg hat damit nicht nur die Nähe zu Omikron-dominanten Nachbarländern, sondern ist als Großstadt ebenfalls höheren Risiken ausgesetzt.

Für die Hansestadt sind das finstere Aussichten. Die Sozialbehörde schreibt dem „Spiegel“: „Wir gehen davon aus, dass der Anteil der Omikron-Variante unter den Infektionen in Hamburg kurzfristig zunehmen wird.“ Der Senat habe das bei den Entscheidungen für härtere Corona-Regelungen und Maßnahmen bereits berücksichtigt.

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Boostern wird für Hamburg und den Norden wichtig

Für die Stadt ist es deshalb aber vermutlich auch um so wichtiger, dass viele Menschen so schnell wie möglich eine Auffrischungsimpfung bekommen. Denn eine Drittimpfung verringere das Infektionsrisiko gegen Omikron deutlich.

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Auch für den Norden Deutschlands könnte das essenziell sein, um die Ausbreitung von Omikron zu Verlangsamen. (fk)