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Hamburg: Wow! Hanseatin ziert Playboy-Cover – und stößt damit eine kleine Revolution an

Hamburg

Warum die Stadt so einzigartig ist

Es hatte wohl jeder schon mal eine Ausgabe in der Hand und auf das Cover gesehen: Den „Playboy“ gibt es seit 50 Jahren. Sogar absolute Supermodels zierten das Magazin schon. Nun ist in der Jubiläumsausgabe jemand aus Hamburg zu sehen.

Die meisten der unzähligen Reaktionen darauf sind durchaus positiv! Für viele ist das Cover aus Hamburg nicht nur ein Foto, sondern ein wichtiger und richtiger Schritt.

Hamburg: „Meilenstein für die Gesellschaft“

Unter dem Slogan „Alles, was Männer lieben“ zeigt das US-Magazin „Playboy“ mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten erotische Bilder und behandelt Lifestyle-Themen – seit August 1972 auch in Deutschland. Viele fällen ein hartes Urteil über das Magazin: Es sei sexistisch und veraltet. Dem wirkt der deutsche „Playboy“ jetzt aber offenbar entgegen.

Die aktuelle Jubiläums-Ausgabe gibt es mit 50 verschiedenen Covern. Eines davon ziert Künstlerin Geraldine Schabraque, die in Hamburg unter anderem als Dragqueen auftritt. „Ich freue mich riesig über mein erstes Cover. Ich freue mich riesig als queere Person auf diesem Cover zu sein!“, schreibt sie auf ihrem Instagram-Account.

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Dort hat sie viele Fans und ist ein Vorbild vieler Queer-Personen. Sie ist unter anderem das Gesicht des diesjährigen Hamburger Vogelballs, einem queer-elektronischen Maskenball, der am 6. August in Anschluss des Christopher Street Days in Hamburg-Wilhelmsburg stattfindet.


Das ist Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.

Der ukrainisch-stämmige Hamburger Fotograf Denys Karlinskyy hat sie für das „Playboy“- Magazin abgelichtet, das ab Mitte des Monats erhältlich ist. Mit Tattoos übersehen, geschminkt, leicht bekleidet, mit behaarter Brust und lila Gel-Nägeln schaut die Künstlerin ernst in seine Kamera. Das Bild löst tausende Reaktionen aus.

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Sie sind überwältigend. „Bin hammer-stolz auf dich“, heißt es unter anderem in den Kommentaren. Viele Menschen berührt Geraldines Ankündigung: „Bisschen Gänsehaut und Pipi in den Augen“ und „nicht in Worte zu fassen wie sehr mich das berührt“. „Das ist ein Meilenstein für Magazine und die Gesellschaft“, schreibt eine Frau und spricht damit wohl Vielen aus der Seele.

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Erst 2021 der erste schwule Mann auf dem Cover

Der „Playboy“ rühmt sich zwar auf seiner Website damit, bereits im August 1981 eine transsexuelle Frau abgelichtet zu haben, allerdings machte diese ihre Geschlechtsumwandlung erst ein Jahr später öffentlich. 2018 wurde dann erstmals wissentlich eine Transfrau für die deutsche „Playboy“-Ausgabe abgelichtet. 2021 folgte in den USA der erste schwule Mann auf dem Cover. Mit Geraldine Schabraque geht das Magazin einen erneuten Schritt in Richtung Diversität.

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Auch wenn es hier ’nur‘ um ein Foto geht, geht es wohl doch um einen wichtigen Schritt für die Sichtbarkeit von Queer-Personen.