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Hamburg: Nach Rassismus-Attacke auf schwarze Familie – nun folgt der Gegenwind

Rassismus und rechte Hetze haben keinen Platz in Hamburg.

© Martin Fischer/dpa-Zentralbild

Tausende demonstrieren in Hamburg gegen Rechts

Nach den Enthüllungen über ein Geheimtreffen von Rechtsextremen und AfD-Politikern zur massenhaften Vertreibung von Menschen aus Deutschland steigt die Zahl der Protestaktionen gegen rechts weiter an. In Hamburg kamen nach Polizeiangaben 50.000 Menschen bei einer Demonstration gegen Rechtsextremismus zusammen.

Unfassbare Szenen spielten sich am Montag, den 5. Februar ab. An der Haustür einer schwarzen Familie in Ottensen wurden Zettel mit rassistischen und beleidigenden Parolen angebracht, die auch Bezüge zur AfD aufwiesen (wir berichteten).

Ein Polizeisprecher teilte außerdem mit, dass Abfall vor die Wohnungstür gekippt und ein Kinderwagen der Familie in Brand gesteckt wurde. Doch am 9. Februar setzten die Menschen in Ottensen ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus.

Hamburg: „Ottensen bleibt bunt – Alle zusammen gegen Faschismus!“ 

Rassismus und rechte Hetze haben keinen Platz in Hamburg. Das war das Zeichen vieler Anwohner, die unter dem Motto „Ottensen bleibt bunt – Alle zusammen gegen Faschismus!“ auf die Straße gegangen sind.

Gemeldet waren 500 Teilnehmer. Doch Beobachter schätzen die Teilnehmerzahl auf weit über 1000. Die Polizei wollte sich erst nach Abschluss der Kundgebung zur Zahl der Teilnehmer äußern. 

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Die Demonstranten versammelten sich am Nachmittag in der Ottenser Hauptstraße vor dem Bahnhof Altona. Auf Plakaten waren Slogans wie „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“ und „Alle Menschen sind gleich“ zu lesen.

Hamburg
Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto „Ottensen bleibt bunt – Alle zusammen gegen Faschismus!“ halten ein Transparent mit der Aufschrift „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen“. Foto: dpa-Bildfunk

Rednerinnen und Redner verwiesen darauf, dass rassistische Übergriffe keine Einzelfälle seien und deutlich zugenommen hätten. Sie machten auch die AfD dafür verantwortlich, die entsprechende Stimmungen mit ausgrenzender Rhetorik anheize.


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Positionen der AfD dürften nicht von demokratischen Parteien übernommen werden, hieß es. Die Menge skandierte „Wir sind mehr!“. (mit dpa)