Hamburg: Mitten in der Öffentlichkeit passierte am helllichten Tag ein Skandal

Tragischer Vorfall auf der Reeperbahn: Darüber wird in Hamburg nun diskutiert (Symbolbild)
Tragischer Vorfall auf der Reeperbahn: Darüber wird in Hamburg nun diskutiert (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Hanno Bode/ Jürgen Ritter/ photothek

Wie immer schlenderten am Samstag Besucher über die Reeperbahn, nutzten das Wochenende zum Bummeln und Essengehen in Hamburg. Doch während sie sich amüsierten, starb mitten unter ihnen ein Mann.

Die Tragödie bewegte viele Menschen in Hamburg und ließ Debatten neu aufflammen.

Hamburg: Dieser Skandal bewegt viele

Bei dem Verstorbenen handelte es sich um einen Obdachlosen. Er starb mitten am Tag, während um ihn herum das Leben tobte. Dieser Skandal sorgte für viel Aufsehen (MOIN.DE berichtete). Jetzt gibt es neue Informationen zu dem tragischen Fall.

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Daten und Fakten zur Reeperbahn:

  • Die Reeperbahn verläuft vom Millerntor in Richtung Westen bis zum Nobistor und ist 930 Meter lang
  • Die Reeperbahn erhielt ihren Namen von Taumachern und Seilern, den so genannten Reepschlägern, die für die Herstellung von Schiffstauen verantwortlich waren
  • Heute reihen sich zahlreiche Diskotheken, Bars, Strip-Clubs, Theater und Hotels auf der Reeperbahn aneinander
  • Auch bekannt als Hamburger Kiez ist die Reeperbahn die Anlaufstelle, wenn es um Vergnügung und Partyspaß geht
  • Weltweit ist die Reeperbahn auch als das Rotlichtviertel schlechthin bekannt und wird daher als „die sündigste Meile der Welt“ bezeichnet
  • Im Sommer zieht die Reeperbahn bis zu 50.000 Besucher am Wochenende an
  • Insgesamt besuchen rund 30 Millionen Menschen pro Jahr die Reeperbahn und ihre Seitenstraßen

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Der 52-Jährige, genannt „Mick“, kam ursprünglich aus Nordrhein-Westfalen, berichtet die „Hamburger Morgenpost“. Vor der „Kentucky Fried Chicken“-Filiale habe er zusammen mit seinen Freunden zahlreiche kalte Winternächte überstanden. Diese trauern nun um ihn.

Er habe noch eine Stunde vor seinem Tod ein normales Gespräch geführt, berichtet ein Freund. Dann sei er eingeschlafen und nie wieder aufgewacht. Laut Polizei gäbe es keine Anzeichen auf Fremdeinwirkungen.

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Mick starb auf offener Straße. Niemand bemerkte etwas. Der Tod des Mannes entfacht die Debatte um den Umgang mit Obdachlosen in Hamburg erneut.

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Daten und Fakten über Hamburg:

  • Hamburg ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland.
  • Hamburg ist mit rund 1,9 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt Deutschlands und die drittgrößte im deutschen Sprachraum.
  • Das Stadtgebiet ist in sieben Bezirke und 104 Stadtteile gegliedert, darunter mit dem Stadtteil Neuwerk eine in der Nordsee gelegene Inselgruppe.
  • Der Hamburger Hafen zählt zu den größten Umschlaghäfen weltweit.
  • Die Speicherstadt und das benachbarte Kontorhausviertel sind seit 2015 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes
  • International bekannt sind auch das Vergnügungsviertel St. Pauli mit der Reeperbahn sowie das 2017 eröffnete Konzerthaus Elbphilharmonie.

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Der Verein „Leben im Abseits“ hatte sich jahrelang um den nun Verstorbenen gekümmert und setzt sich für eine neue Wohnungspolitik ein. „Es kann nicht sein, dass in einer der reichsten Städte der Welt die Passanten achtlos an diesen Menschen vorbei gehen“, sagt die Vereinsgründerin laut „MOPO“. Unter anderem fordert sie Unterbringungen in Einzelunterkünften für die Menschen.

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Hitzige Debatte um Unterkünfte in Hamburg

Um Unterkünfte für Obdachlose wird in Hamburg bereits hitzig diskutiert. Das Programm der Wohncontainer für Obdachlose wurde beendet. Eigentlich ist das Projekt nur für die kalten Wintermonate gedacht. Insgesamt lief es aber wegen der Pandemie anderthalb Jahre ununterbrochen, berichtet die „taz“. Nun sei das Projekt ausgelaufen und die Unterkünfte wieder geschlossen.

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Kritik am Umgang mit Obdachlosen gibt es also von allen Seiten.

Micks Tod wird auf dem Kiez nicht so schnell vergessen. An der Stelle, an der er verstarb, erinnern nun Kerzen an den 52-Jährigen. In der kommenden Woche soll zudem eine Trauerfeier für ihn stattfinden. (fk)