Hamburg: Um Obdachlose zu schützen, gibt es diese Forderung – und das nicht zum ersten Mal

Der Schlafplatz eines Obdachlosen in der Hamburger Innenstadt.
Der Schlafplatz eines Obdachlosen in der Hamburger Innenstadt.
Foto: imago images/Nikita

Für Obdachlose in Hamburg könnte der bevorstehende Winter richtig hart werden. Zu den kalten Temperaturen und dem wechselhaften Wetter kommt in diesem Jahr noch das Corona-Infektionsgeschehen, das die ganze Stadt momentan fest im Griff hat.

Zwar hat Hamburg angekündigt, das Winternotprogramm auszuweiten. Doch auch das löst die Probleme nicht komplett. Nun gibt es eine weitere, Forderung zum Schutz der Obdachlosen.

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Hamburg: Lösungsvorschlag is bereits bekannt

Und die ist der Stadt sogar schon bekannt: Bereits zu Beginn der Pandemie konnten mit einer großen Spende der Firma Reemtsma rund 170 Heimatlose in Hotels untergebracht werden (MOIN.DE berichtete).

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Das Obdachlosprojekt „Hinz&Kuntz“ hält das auch dieses Mal für eine geeignete Lösung.

„Das wäre sogar eine Win-Win-Situation, weil viele Hotels wegen der Coronakrise leerstehen und schon Erfahrung mit der Unterbringung von Obdachlosen haben“, sagte Stephan Karrenbauer, Sozialarbeiter und politischer Sprecher des Projekts.

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Erhöhtes Ansteckungsrisiko in Hamburg

Obdachlose seien wegen diverser Vorerkrankungen besonders gefährdet. Gerade in Einrichtungen, wo viele Menschen untergebracht seien, bestehe ein erhöhtes Ansteckungsrisiko.

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Und genau das ist das Problem des Winternotprogramms: Obdachlose müssen sich in den Unterkünften die Schlafzimmer teilen, manchmal mit bis zu vier Personen.

Das hatten bereits vergangene Woche Organisationen kritisiert, die sich ebenfalls um Obdachlose in Hamburg kümmern. Auch sie würden die Unterbringung in Hotels begrüßen. Hier kannst du mehr darüber lesen.

Einzelzimmer in den während des Lockdowns ohnehin leerstehenden Hotels wären eine deutlich sicherere Variante. Bleibt abzuwarten, ob sich das Projekt vom Frühjahr noch einmal wiederholen lässt. (dpa/lh)