Jan Fedder trug stets DAS bei sich – es kostete ihn beinahe eine Rolle!

Jan Fedder trug stets ein besonderes Andenken bei sich.
Jan Fedder trug stets ein besonderes Andenken bei sich.
Foto: imago images/Eventpress

Jan Fedder war als norddeutscher Charakter sowohl vor als auch hinter der Kamera für seine raue und taffe Art bekannt. Doch der Schauspieler hatte viele Fassaden.

Unter anderem hatte Jan Fedder eine Sammel-Leidenschaft für kuriose Dinge. Doch der Gegenstand, der er immer bei sich trug, gehörte nicht dazu. Dieser hatte für den Hamburger eine emotionale Bedeutung.

Jan Fedder: Ein Ring mit großer Bedeutung

An seiner Hand trug der beliebte Volksschauspieler nämlich stets einen besonderen Ring. Filigran und zart gearbeitet, fasste er einen einst blauen Aquamarin. Es war ein Erinnerungsstück an seine Mutter Gisela, aus dessen Stein über die Jahre alle Farbe gewichen ist.

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„Da kannst du mal sehn, wie der gelitten hat, der Stein“, erzählte Jan Fedder einst im Gespräch mit seinem Biografen Tim Pröse. Als er vierzehn Jahre alt war, bat Jan Fedder seine Mutter, den Ring tragen zu dürfen. Seither hat er ihn nur selten abgelegt.

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Das war Jan Fedder:

  • Jan Fedder wurde am 14. Januar 1955 geboren.
  • Er wuchs in St. Pauli auf. Seine Eltern betrieben das Lokal „Zur Überseebrücke“, das direkt im Hamburger Hafen lag.
  • Schon mit 13 Jahren stand Jan Fedder zum ersten Mal vor der Kamera.
  • Immer wieder hat Jan Fedder norddeutsche Charaktere verkörpert. Berühmtheit erlangte er durch die Rolle des Revierleiters Dirk Matthies im „Großstadtrevier“. Fast 30 Jahre lange war er Teil der Serie.
  • Im Jahr 2000 heiratete er seine Frau Marion.
  • 2012 wurde bei ihm die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms festgestellt.
  • Fedder starb laut Witwe Marion am 30. Dezember 2019 „am plötzlichen Herztod“ in seiner Wohnung in Hamburg.

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Jan Fedder setzte seine Rolle aufs Spiel

„An nichts anderem hängt er so wie an diesem Ring. Er klammert sich an ihn“, heißt es in der Jan-Fedder-Biografie „Unsterblich“. Tatsächlich hätte ihn das Schmuckstück einst fast eine Rolle gekostet.

Denn der Regisseur von „Das Boot“ (1981), Wolfgang Petersen, hatte von Fedder verlangt, den Ring für die Dreharbeiten abzunehmen. Doch das kam für den Hamburger überhaupt nicht in Frage. „Dann mache ich den Film nicht“, soll er damals geantwortet haben.

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Petersen bestand darauf, doch Jan Fedder blieb stur: „Nee, dann steig ich aus!“ Schließlich zeigte sich der Regisseur beeindruckt von seiner Vehemenz und ließ ihn gewähren. „Aber wenigstens drehst du den Stein zur Handinnenflächenseite“, lautete die Bedingung.

Den Ring hatte Mutter Gisela übrigens nicht von Jan Fedders Vater geschenkt bekommen, sondern von dessen Vorgänger. Mit ihm bekam Gisela auch Jans Halbbruder Olli. (mik)