Aida: Diese Neuigkeiten bringen Kreuzfahrt-Fans in Aufruhr – „Was soll der Quatsch?“

5 Dinge, die du noch nicht über Aida wusstest

5 Dinge, die du noch nicht über Aida wusstest

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Auf diese Nachrichten haben eigentlich alle Kreuzfahrt-Fans gewartet: „Wir freuen uns sehr, Ihnen auf allen Aida-Reisen in der Wintersaison 2021/22 wieder inidividuelle Landgänge ermöglichen zu können“, gab die Reederei in der vergangenen Woche bekannt.

Schon seit Monaten sind Landgänge DAS große Reizthema unter Passagieren und werfen viele Fragen auf. Beispielsweise: Wer darf wo selbst in die Städte und Dörfer gehen? Wo ist es nur in geführten Gruppen möglich? Muss man vollständig geimpft sein? Was ist mit Kindern? So einigen ist aufgrund der ganzen Regeln oder Verbote sogar die Lust auf Fahrten mit Aida und anderen Anbietern vergangen.

Aida: Diese Kinder-Regelung gilt für Landausflüge

Und auch wenn es nun kürzlich eine Ankündigung gab, dass überall im Winter individuelle Landgänge möglich sind, gibt es doch noch einige Einschränkungen. Denn diese sind nur möglich für „vollständig geimpfte Gäste und Kinder unter 3 Jahren“. Kinder, die sich noch nicht impfen lassen konnten, können folglich nicht mit, für den 3 bis einschließlich 11 Jahre alten Nachwuchs bleiben nur die organisierten Ausflüge.

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Und es gibt eine weitere kleine Einschränkung: Bei den Karibik- und Orient-Reisen sind individuelle Landgänge in den meisten Häfen möglich, die Angebote richten sich jedoch nach den Bedingungen und behördlichen Entscheidungen vor Ort.

In einschlägigen Netzwerken der Aida- und Kreuzfahrt-Fans schlagen die Ankündigungen hohe Wellen. Besonders im Fokus: Die Kinder-Regelung. Mit der haben nämlich viele so ihre Probleme. Weil es noch keinen zugelassenen Impfstoff für Kinder unter 12 Jahren gibt, sind nur die wenigsten in dieser Altersklasse geimpft. Viele Aida-Fans verschmähen die Landgang-Regelung oder sind teilweise auch ziemlich wütend.

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Daten und Fakten zu Aida:

  • Aida ging aus der „Deutsche Seereederei“ hervor, einem volkseigenen Betrieb im Feriendienst der DDR
  • Nach der Wende beschloss das Unternehmen, Kreuzfahrtschiffe nach amerikanischem Vorbild zu bauen
  • Damit sollte das Prinzip eines Cluburlaubs auf die Kreuzfahrtreise übertragen werden
  • 1996 ging das erste Aida-Clubschiff auf Reise, derzeit (Stand 2021) besteht die Flotte aus 14 Schiffen
  • 15.000 Menschen aus 50 Ländern arbeiten für Aida, davon 13.500 an Bord der Schiffe
  • Der Firmensitz von Aida ist in Rostock, die Reederei hat ihren Sitz in Hamburg
  • Die Schiffe fahren unter italienischer Flagge, Aida gehört zum italienischen Unternehmen Costa Crociere
  • Das Merkmal der Aida-Schiffe ist der Kussmund am Bug

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Für einige ist es auch neu, dass es überhaupt Kinder unter 12 Jahren gibt, die geimpft sind. Manche Ärzte impfen nämlich auch diese, wenn es die Eltern wollen.

Aida: Gäste stinksauer

Mancher Aida-Gast ist wegen der Kinder-Regelung sogar so sauer, dass er wieder stornieren will oder gar nicht erst bucht. Dass viele Kinder nicht mit auf individuelle Ausflüge dürfen, ist ein absolutes Reizthema. „Was soll der Quatsch?“, heißt es zum Beispiel. Oder: „Die Lösung für Kinder von 3-11 ist ein Schlag ins Gesicht der Kinder und Eltern! Was fällt euch ein? Diese organisierten Ausflüge zu den Horror Preisen?“

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Eine Frau weist auch auf skurrile Zustände hin. Sie hat zwei Kinder, eines ist sechs und das andere zwei Jahre alt. Der Aida-Regelung nach dürfte der Sechsjährige nicht mit auf einen individuellen Landgang, der zweijährige Sohn schon.

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Die Deutschen lieben Kreuzfahrt-Urlaub:

  • Insgesamt unternahmen im Jahr 2018 rund 2,73 Millionen deutsche Passagiere eine Kreuzfahrt.
  • Der Großteil davon entschied sich für eine Hochseekreuzfahrt, vor allem mit Aida und Tui („Mein Schiff“).
  • Am beliebtesten sind Kreuzfahrten mit weitem Abstand bei US-Amerikanern, gefolgt von Chinesen – dann folgen die Deutschen.
  • Über 30 Prozent der weltweiten Kreuzfahrtschiffe werden in der Karibik eingesetzt, damit ist sie vor dem Mittelmeer das beliebteste Fahrtgebiet.
  • Die beliebtesten Fahrtgebiete unter den deutschen Kreuzfahrern sind Nordeuropa und das westliche Mittelmeer.

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Eine weitere Frau fragt sarkastisch, ob Kinder unter 3 Jahren denn nicht ansteckend seien, was natürlich nicht so ist. Ein Mann kritisiert, dass auch ein nicht-geimpftes Kind unter 3 Jahren genau wie ein 5-Jähriger eine Infektion von einem individuellen Landausflug zurück mit auf das Schiff bringen kann.

Viele verteidigen Aida auch

Bei alledem darf aber nicht vergessen werden, dass es auch eine Gegenseite gibt. Denn ebenso viele Menschen können den Ärger nicht nachvollziehen und freuen sich über die vielen Möglichkeiten für individuelle Landgänge. Sie weisen daraufhin, dass die Pandemie immer noch tobt und man froh sein kann, überhaupt wieder alleine in auf Entdeckungstour zu gehen.

Einige forcieren den Streit auch und schreiben an die Kritiker gerichtet: „Storniert doch einfach“ – was diese nur noch wütender macht. Eines ist sicher: Das Thema wird wohl den ganzen Winter über noch des Öfteren hochkochen und für Diskussionen sorgen.

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Aida teilte mit, dass man wisse, dass die Regelung für kleine Kinder nicht optimal sei. Man arbeite aber mit Hochdruck daran, in dem Bereich möglichst schnell zur Normalität zurückkehren zu können. Das Unternehmen öffnet zudem die Kids Clubs, sodass Eltern während ihres Ausfluges die 3 bis 11-Jährigen theoretisch dort abgeben können.

Übrigens: Am Freitag kündigten der deutsche Impfstoff-Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer an, dass man in Europa die Zulassung ihres Impfstoffes für Kinder zwischen fünf und elf Jahren beantragt habe. (rg)