Bremen: Jugendlicher ertrinkt im See – wie Badegäste sich verhalten, macht sprachlos

Bremen: Für den 15-Jährigen kam jede Hilfe zu spät (Symbolbild).
Bremen: Für den 15-Jährigen kam jede Hilfe zu spät (Symbolbild).
Foto: imago images/Fotostand

Die Nachrichten über tödliche Badeunfälle haben sich in den vergangenen Tagen gehäuft. Darunter hat ein Drama in Bremen für besonders viel Aufsehen gesorgt.

Im Achterdieksee in Bremen verlor ein 15-jähriger Junge sein Leben. Wie sich die umstehenden Badegäste verhalten haben, ist unfassbar dreist.

Bremen: Tragödie am Achterdieksee! Jugendlicher ertrinkt

Der 15-Jährige war im See schwimmen und konnte sich plötzlich nicht mehr an der Wasseroberfläche halten. Die ersten Rettungsversuche schlugen fehl, mehrere Badegäste suchten schließlich im Wasser nach dem Jugendlichen.

+++ Nordsee: Rettungskräfte üben auf dem Wasser – dann kommt plötzlich ein Notruf +++

Als die Taucher der Feuerwehr den 15-Jährigen schließlich an Land bringen konnten, war es schon zu spät. Die Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen des tragischen Todes dauern noch an.

Da es bei derartigen Notfällen auf jede Sekunde ankommt, macht es einfach nur sprachlos, wie sich die zahlreichen Schaulustigen vor Ort verhielten.

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Das ist Bremen:

  • Die Stadtgemeinde Bremen ist die Hauptstadt des Landes Freie Hansestadt Bremen
  • Zu dem Zwei-Städte-Staat gehört noch die 53 Kilometer nördlich gelegene Stadtgemeinde Bremerhaven
  • Die Stadt Bremen ist die elftgrößte Stadt in Deutschland
  • Sie liegt zu beiden Seiten der Weser, etwa 60 Fluss-Kilometer vor deren Mündung in die Nordsee

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Über 150 Schaulustige stören Rettungseinsatz in Bremen

Die Polizei Bremen spricht von rund 150 bis 200 Schaulustigen, die den Rettungs- und Einsatzkräften zunächst den Weg versperrten. Doch selbst als versucht wurde, den 15-Jährigen zu reanimieren, kam es zu weiteren Behinderungen durch die Menschenmassen vor Ort.

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Die Schaulustigen hatten nichts besseres zu tun als, ihre Handys zu zücken und Fotos und Videos aufzunehmen. Einige verantwortungsbewusste Badegäste halfen zunächst, die Szene mit Handtüchern und Decken provisorisch abzuschirmen. Schließlich musste die Polizei sogar Sichtschutzwände aufbauen und die Rettungsstelle absperren, damit sich die Schaulustigen entfernten.

Um derartige Szenen in Zukunft zu verhindern, formuliert die Polizei Bremen einen eindringlichen Appell: „Wenn sie keine Zeugen sind oder erste Hilfe leisten, halten Sie sich bitte nicht unnötig lange an Unfallstellen auf und behindern Sie nicht die Arbeit der Einsatz- und Rettungskräfte.“ (at)