Bremen: Polizei hat Hinweis auf antisemitischen Anschlag – nun gibt es neue Erkenntnisse

Bremen: Viele Synagogen in Deutschland sind aktuell erhöhter Gefahr ausgesetzt.
Bremen: Viele Synagogen in Deutschland sind aktuell erhöhter Gefahr ausgesetzt.
Foto: picture alliance / dpa | Carmen Jaspersen

Am Dienstagabend hat die Polizei in Bremen einen 42-jährigen Mann festgenommen. Der Verdacht: Er soll einen Anschlag auf die Synagoge im Stadtteil Schwachhausen geplant haben.

In einem vertraulichen Lagebericht heiße es, Ermittlungen hätten ergeben, „dass eine Einzelperson beabsichtigt, einen Anschlag auf die Synagoge in Bremen begehen zu wollen“, berichtete zunächst der „Spiegel“.

Bremen: Sicherheitsmaßnahmen verschärft

Wie die Polizei Bremen am Mittwochabend mitteilte, habe sich der Hinweis auf einen möglichen Angriff jedoch nicht bestätigt. Die Polizei hatte die Sicherheitsmaßnahmen vor der einzigen Synagoge der Stadt verschärft.

„Nach sofortigen intensiven Ermittlungen konnte ein 42 Jahre alter mutmaßlicher Tatverdächtiger aus dem Libanon ermittelt und noch in der Nacht in Hamburg festgenommen werden“, heißt es in der Mitteilung.

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Der anfängliche Verdacht habe sich nach aktuellen Erkenntnissen jedoch nicht bestätigt. „Die Polizei Bremen nimmt derartige Hinweise sehr ernst und geht diesen konsequent nach.“

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Das ist Bremen:

  • Die Stadtgemeinde Bremen ist die Hauptstadt des Landes Freie Hansestadt Bremen
  • Zu dem Zwei-Städte-Staat gehört noch die 53 Kilometer nördlich gelegene Stadtgemeinde Bremerhaven
  • Die Stadt Bremen ist die elftgrößte Stadt in Deutschland
  • Sie liegt zu beiden Seiten der Weser, etwa 60 Fluss-Kilometer vor deren Mündung in die Nordsee

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Bremen: Mann bei der Polizei bekannt

Der Mann sei laut „Spiegel“ unter anderem wegen verschiedener Gewaltdelikte, Körperverletzung, Bedrohung, Raub und Drogendelikten bereits in Erscheinung getreten.

In ganz Deutschland hatte es zuletzt auf Demonstrationen immer wieder antisemitische Hetze von Gaza-Unterstützern gegeben (>>> Hier alles zum Konflikt).

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Bundesweit gab es zudem Attacken auf Synagogen, wie zum Beispiel durch Steinewürfe in Bonn oder das Verbrennen einer Israel-Flagge vor einem Gotteshaus in Münster. (afp/rg)