Camping-Platz auf Fehmarn sorgt für Ärger! „Situation ist ausgesprochen unglücklich“

Durch die Pandemie hatten es die Campingplätze in den letzten Monaten schwer (Symbolbild).
Durch die Pandemie hatten es die Campingplätze in den letzten Monaten schwer (Symbolbild).
Foto: dpa

Fehmarn. Als hätten es Betreiber von Camping-Plätzen in den letzten Monaten nicht schon schwierig genug gehabt. Jetzt gibt es auch noch zusätzlichen Ärger für einen Anlage auf Fehmarn.

Der Grund ist seine Gestaltung. Parteiübergreifend wird über die Pläne eines Camping-Platzbetreibers auf der Insel debattiert.

Camping auf Fehmarn: Ärger um Baumaßnahmen

Weil der Tourismus auf Fehmarn in den letzten Monaten ausbleiben musste, soll sich nun auf die kommende Saison vorbereitet werden. Dazu gehört auch der Campingplatz Klausdorfer Strand.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Das 9,5 Hektar große Areal soll attraktiver für die Gäste werden und sich laut Kommune an die Gegebenheiten anpassen.

Dazu wurde bereits vor drei Jahren eine Zeltdachhalle auf dem Campingplatz errichtet. Das Zelt soll zum Beispiel an regnerischen Tagen als Indoor-Spielplatz herhalten. Damals wurde eine Regelung getroffen, die besagt, dass die Halle je nach Notwendigkeit auf- und abgebaut werden soll.

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„Fliegender Bau mit Prüfbuch“ taufte die Bauaufsichtsbehörde das Projekt. Genehmigt wurde das Ganze für fünf Jahre mit der Option einer Verlängerung.

Zelt ist Politikern auf Fehmarn ein Dorn im Auge

Allerdings ist das 550 Quadratmeter große Konstrukt vielen Politikern auf Fehmarn ein Dorn im Auge. Schließlich sei das Zelt seit dem Aufbau vor drei Jahren nicht wieder abgebaut worden und entspreche deswegen nicht den Richtlinien.

Darüber hinaus habe das Zelt ein festes Fundament und sei daher von Anfang an nicht zum Abbauen bestimmt gewesen.

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Bau- und Umweltausschuss diskutierten heftig über die Baumaßnahmen. Das Thema liefert einigen Zündstoff. Angesichts der voranschreitenden Frist zur Genehmigung der Zeltdachhalle muss eine Entscheidung getroffen werden. Diese fiel laut „Fehmarn24“ denkbar knapp aus.

Mit einer Stimme mehr (6:5) wurde das Zelt genehmigt. Damit ist der Ärger um den Campingplatz Klausdorfer Strand jedoch noch nicht vorbei.

Parteiübergreifende Ablehnung der Baumaßnahmen

„Die Situation ist ausgesprochen unglücklich“, fasst Grünen-Politiker Marco Eberle zusammen. Am 23. Juni läuft die Übergangsfrist aus, in der Kommunen ihre Bebauungspläne noch gestalten und mit einem Satzungsbeschluss rechtswirksam absichern können.

Am Donnerstag soll allerdings schon eine endgültige Entscheidung durch die Stadtvertretung und über die Zukunft der Zeltdachhalle getroffen werden.

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Politiker der CDU, SPD und Grüne sprachen sich bereits gegen die Verlängerung auf dem Campingplatz aus. (neb)