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Camping: Hundebesitzer werden zur Kasse gebeten – „Ihr seid selbst schuld“

Eine Hundebesitzerin regt sich über die zusätzlichen Kosten für ihren Vierbeiner auf. Ist das beim Camping grundsätzlich so?

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Hundebesitzer haben es beim Camping eigentlich leichter als bei anderen Urlaubsreisen – sollte man meinen. Die Realität sieht für viele jedoch ganz anders aus. So erzählt eine Urlauberin von ihren teils sehr schlechten Erfahrungen.

Auf vielen Campingplätzen würden Hundebesitzer pro Tier abkassiert und dann gäbe es nicht einmal Kotbeutel oder Mülleimer, um die Haufen zu entsorgen. Das findet die Urlauberin frech und fragt in die Runde, wer noch so schlechte Erfahrungen gemacht habe. Tatsächlich ist sie damit nicht alleine.

Camping mit Hund – Preise regen Halter auf

An manchen Plätzen hätte die Hundebesitzerin sogar einen Plan mit eingezeichneten Wegen, wo Hunde nicht entlanglaufen dürfen, mit sich herumtragen müssen – zu jeder Zeit! Eigentlich würde sie gerne campen gehen, weil es „etwas legerer“ ist als andere Reisearten.

Doch warum diese unschönen Extraregeln für Hundehalter? Die machen alles kaputt! Das finden auch andere Leidensgenossen. Einer erzählt, er hätte sogar schon Preise bis zu zehn Euro pro Hund gesehen. Die fünf Euro, die die Hundebesitzerin beispielsweise auf einem Platz zahlen musste, seien da ja noch nichts gegen.

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Eine Facebook-Nutzerin kann die Preise allerdings nachvollziehen. „Ihr seid selbst schuld“, meint sie und spielt damit darauf an, dass nun immer mehr Hunde zum Camping mitgenommen würden und deshalb die Platzverwalter mit Preiserhöhungen reagieren müssten. Schließlich gibt es durch die Vierbeiner teils Lärmbelästigung oder auch zusätzlichen Dreck und Müll.

Campingplätz unterschiedlich aufgestellt

Wir haben mal recherchiert, wie viel Hundebesitzer auf verschiedenen Plätzen pro Tier zahlen müssen. Und tatsächlich gibt es nur wenige Orte, an denen weniger als fünf Euro verlangt werden. Einzig in der Nebensaison können Halter Rabatt bekommen. In Cuxhaven oder Büsum werden beispielsweise vier bis fünf Euro fällig.


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Positiv fällt ein Campingplatz in Lee, Büsum auf. Der verlangt in der Nebensaison 3,50 Euro und in der Hauptsaison 4,20 Euro. Zudem gibt es dort sogar eine Hundewiese und eine Hundedusche. Kottüten stehen im Recyclingbereich und an der Rezeption zur Verfügung. Allerdings müssen die Hunde hier stets an der Leine bleiben – auch im Bereich des eigenen Stellplatzes – und dürfen nicht auf den Spielplatz oder an die Wasserstellen.

Die Regeln sind je nach Campingplatz ganz unterschiedlich. Das liegt auch daran, dass mancherorts besondere Leinenpflicht besteht, etwa am Wattenmeer, das dem Unesco Weltnaturerbe angehört oder auch in Nationalparks oder den Dünenlandschaften. Dann müssen sich natürlich auch die Campingplätze an die Vorgaben halten und können keine Ausnahmen für die feuchten Schnauzen machen.

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