Camping: Familie will gerade aufbrechen – da kommt der Vater mit einer verrückten Idee

Camping-Fan Gernot Becker hat eine ganz spezielle Leidenschaft.
Camping-Fan Gernot Becker hat eine ganz spezielle Leidenschaft.
Foto: IMAGO / Cavan Images & NDR/Screenshot

Für Familie Becker ging ein langes Camping-Wochenende in der Lüneburger Heide im „Südsee Camp“ vorbei.

In der NDR-Dokumentation „Eine echte Campingliebe“ ist zu sehen, wie Vater Gernot Becker bei bestem Wetter mit seinen Söhnen gerade die geliebten Camping-Utensilien abbaut. Dann kommt er plötzlich mit einer Überraschung daher, die einen seiner Söhne stutzen lässt.

Irrer Plan mit Camping-Wohnwagen

Die Familie hat einen selbstgebauten Offroad-Wohnwagen mit dabei. Und mit dem hat Vater Gernot einen ziemlich irren Plan. Ein „echtes Highlight“, wie er sagt.

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Er will nämlich mit dem Campingwagen in den Offroad-Park Südheide fahren um zu sehen, wie dieser sich dort im Gelände verhält. „Hättest du das nicht vorher sagen können?“, fragt sein Sohn daraufhin erstaunt in der NDR-Dokumentation.

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Camping-Urlaub angesagt wie nie – das steckt dahinter:

  • Der Begriff Camping umfasst eine sehr breite Spanne von Aktivitäten. Ihnen allen ist gemeinsam, nicht in Gebäuden zu übernachten, sondern in der Natur.
  • Die Urlauber schlafen in Zelten, Hängematten, Wohnwagen oder Wohnmobilen, in Dachzelten oder ausgebauten Vans. Wird in Zelten gecampt, so spricht man auch von Zelten.
  • Camping wurde Anfang des 20. Jahrhunderts populär und ist mittlerweile eine weitverbreitete Urlaubs- und Reiseform.
  • In den meisten Ländern Europas ist Camping außerhalb dafür vorgesehener Einrichtungen (wildes Campen) nicht erlaubt oder nur unter strengen Auflagen gestattet.
  • 2016 gab es in Deutschland 2919 Campingplätze mit einer Anzahl von etwa 220.000 Stellplätzen.
  • Im Jahr 2016 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 9 Millionen Gästeankünfte auf deutschen Campingplätzen mit insgesamt etwa 30,5 Millionen Übernachtungen gezählt.
  • Gäste aus dem Inland machten mit etwa 7,5 Millionen Ankünften (etwa 83 Prozent aller Ankünfte) und etwa 26 Millionen Übernachtungen (etwa 86 Prozent aller Übernachtungen) den größten Teil der Campingtouristen aus.
  • Die Niederländer waren 2016 die mit Abstand wichtigste Gästegruppe unter den ausländischen Campingtouristen: Etwa jeder zweite ausländische Gast auf deutschen Campingplätzen kam aus den Niederlanden.

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Denn: Dessen gesamte Sachen liegen noch in dem Selfmade-Campingwagen, der sogleich durch das Gelände mit Buckelpiste und allem drum und dran gezogen werden soll. Gläser und Porzellan hat der Sohn zum Beispiel noch im Wagen. Nicht unbedingt optimal für einen Offroad-Ausflug. Er dachte, die Familie fahre direkt nach Hause nach Hessen und wurde von den Zwischenstopp-Plänen überrascht.

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Offroad fahren ist für seinen Vater ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Er arbeitet sogar beim ADAC und macht Offroad-Trainings. Sein Sohn holt also noch schnell die zerbrechlichen Sachen aus dem Offroad-Wohnwagen heraus, dann geht es los.

Camping mal anders

Mit einem riesigen Chevrolet-Geländewagen schiebt Gernot Becker den Wohnwagen zur Piste. Ein schlechtes Gewissen gegenüber der Umwelt hat er nicht, da sein Gefährt mit Autogas unterwegs ist – das ist immerhin etwas umweltfreundlicher als ein Benziner.

Auch beim Offroad-Park Südheide ist man über die Konstellation überrascht. Auch wenn es nicht der erste Offroad-Anhänger dort ist. „Ist mal was anderes“, freut sich ein Mitarbeiter.

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Die Fahrt läuft dann tatsächlich nahezu störungsfrei ab. Mit speziellem Chassis, spezieller Kupplung und Unterteil sowie Offroad-Rädern läuft es gut auf der Buckelpiste und der Wohnwagen übersteht das Ganze nahezu störungsfrei.

Die gesamte NDR-Dokumentation kannst du >>> hier in der Mediathek sehen.

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Wildcampen in Deutschland: Erlaubt? Verboten?

  • Die rechtliche Lage rund ums Wildcampen ist in Deutschland unübersichtlich. Je nach Bundesland unterscheiden sich die Gesetze und Richtlinien.
  • In Paragraph 59 des Bundesnaturschutzgesetzes ist geregelt, dass „das Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen sowie auf ungenutzten Grundflächen zum Zweck der Erholung“ allen gestattet ist.
  • Das Betreten des Waldes richtet sich wiederum nach dem Bundeswaldgesetz. Dort ist einheitlich geregelt, dass laut Paragraph 14 „das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung“ gestattet ist – die Länder regeln aber die Einzelheiten.
  • Darunter fällt dann auch das Zelten und Übernachten außerhalb von ausgewiesenen Campingplätzen.
  • Naturschutzgebiete, Naturreservoirs, Nationalparks und Landschaftsschutzgebiete haben eine Ausnahmestellung. In der Regel ist Wildcampen in solchen Gebieten strikt verboten.
  • Wird dagegen verstoßen, drohen hohe Bußgelder.

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Eine andere Camping-verliebte Familie hat einen großen Traum. Doch der droht jetzt zu platzen. Die ganze Geschichte erfährst du >>> hier. (rg)