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Camping: 40.000-Euro-Traum zerplatzt – wegen der Raffgier eines Anderen

Ein Camper erfüllte sich seinen Lebenstraum. Doch wegen der Raffgier eines Platz-Betreibers ist der vorerst geplatzt – eine herzzereißende Geschichte.

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Einen eigenen Stellplatz in Best-Lage oder sogar ein eigenes Chalet erwerben – für Camping-Liebhaber klingt dies wie der Himmel auf Erden. Doch für zahlende Gäste eines Platzes ist der Wunschtraum nun zum Alptraum geworden.

Vor einigen Tagen erhielten viele Camper eine Horrornachricht. Der Campingplatz auf dem sie ihr Hab und Gut platziert haben, muss urplötzlich schließen (wir berichteten) – und das wegen brisanten Vorwürfen gegen den Betreiber! Jetzt wandte sich ein Betroffener des Platzes an MOIN.DE und teilte seine Geschichte – mit erschreckenden Details…

Camping: Traum vom Auswandern

Der Traum vom Auswandern nach Holland führte den Camper (der aus Sorge vor Konsequenzen durch den Betreiber anonym bleiben will) ins deutsche Nachbarland. Mit seiner Frau machte er sich auf die Suche nach einem gemütlichen Chalet und wurde fündig. Der „Ferienpark Prinsenmeer“ hatte es dem Paar angetan und so entschieden sie sich ein Chalet für rund 40.000 Euro auf dem beliebten Campingplatz zu erwerben.

Das Paar aus Frechen in NRW richtete sich das Chalet gemütlich ein und investierte viel Geld in ihr Traumobjekt, um es zu einem zweiten Zuhause zu machen. Alles schien perfekt – doch dann kam der 6. Dezember, der alles veränderte.

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Camping: E-Mail schockt Camper

Am Nikolaustag dieses Jahres erhielt der Camper eine E-Mail mit schockierendem Inhalt. Die Nachricht besagte, dass das Paar ihr Chalet im „Prinsenmeer“ bitte bis zum 8. Dezember räumen solle. Völlig perplex erfuhren die Camper von den Machenschaften des Campingplatz-Besitzers und konnten es kaum glauben. Die Raffgier eines Einzelnen macht die Träume so vieler kaputt. Sofort wandte sich der Betroffene an den Besitzer, doch vergebens. Bis heute warte er auf eine Antwort, gibt er im Gespräch mit MOIN.DE an. Und die Räumung war noch nicht alles.

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„Wir dürfen momentan in unser Chalet, doch nur tagsüber. Übernachten können wir momentan leider nicht“, berichtete der Camper im Gespräch. Vor wenigen Tagen traten sie die Reise nach Holland an, um ihren Kühlschrank auszuräumen und die Unterkünfte anderer deutscher Camper zu überprüfen. Ohne Übernachtungsoption ist das Chalet aktuell so viel Wert wie eine Gartenlaube.


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Camping: Ein wenig Hoffnung

Der Camper blickt am Ende des Gesprächs mit MOIN.DE dennoch hoffnungsvoll in die Zukunft. Das Chalet verkaufen? Kommt für das Paar nicht in Frage. Zu viel Arbeit und Geld steckt in der Erfüllung des jahrelangen Traumes. Doch vielleicht ist das auch gar nicht nötig. „Ab nächstes Jahr soll wohl ein neues Management den Campingplatz übernehmen“, teilte der Mann MOIN.DE mit. Sicher sei dies allerdings noch nicht.

Rechtliche Schritte gegen den Betreiber des „Prinsenmeer“ würde er gerne einleiten, doch das ist aus finanzieller Sicht leider nicht möglich. Die Rechtsschutz-Versicherung würde für Immobilien in Holland nicht greifen. Ein Anwalt koste 255 Euro pro Stunde, so der Camper. Wie es nun weitergeht, bleibt abzuwarten. Doch der Camper versucht alles in seiner Macht stehende, um seinen Traum weiterleben zu können.

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