Corona im Norden: Corona-Alarm auf Sylt! Kreis sucht 80 Gäste nach Bar-Besuch

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Coronavirus: Verdachtsfall? Das musst du jetzt tun!

Du befürchtest, dich mit dem Coronavirus infiziert zu haben? Dann musst du das jetzt tun.

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Den Überblick über die Corona-Lage im Norden zu behalten, ist nicht leicht. Nach Wochen mit weitreichenden Lockerungen und sinkenden Inzidenzen, steigt die Zahl der Neu-Infektionen im Norden wieder.

Hier informieren wir über aktuelle Inzidenzen, Lockerungen und neue Corona-Regelungen im Norden. Alle wichtigen Entwicklungen findest du in diesem News-Blog.

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Corona-Zahlen im Norden aktuell (RKI-Inzidenzwerte):

  • Hamburg: 18,5
  • Schleswig-Holstein: 11,7
  • Mecklenburg-Vorpommern: 3
  • Bremen: 12,5
  • Niedersachsen: 14,9

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Alle Entwicklungen zum Coronavirus im Norden im News-Ticker

Freitag, 23. Juli

17.56 Uhr: Corona-Infizierter in Sylter Bar – Kreis sucht 80 Besucher

Corona-Alarm auf Sylt! Am Freitag wurde ein Gast der „der Wunderbar“ in Westerland positiv getestet. Das teilte der Kreis Nordfriesland mit und rief die vielen Bar-Gäste auf der Nordsee-Insel dazu auf, sich direkt in Quarantäne zu begeben und sich zu melden. Aktuell ist es „wegen eines vom Hersteller bestätigten technischen Fehlers der Luca-App“ nicht möglich, die gespeicherten Daten der anderen Gäste abzurufen.

Jeder Bar-Besucher, der am Mittwoch (21. Juli) ab 0.38 Uhr sich länger als zehn Minuten in der Bar aufgehalten hat, wurde vorläufig als enge Kontaktperson des infizierten Gastes eingestuft. Gemäß Allgemeinverfügung des Kreises sind jene Betroffenen dazu verpflichtet, sich sofort selbst in Quarantäne zu begeben, entweder zu Hause oder – falls sie im Urlaub auf der Insel sind – in der Unterkunft auf dem Zimmer.

„Dies gilt automatisch – auch ohne, dass wir dies den Betroffenen gegenüber direkt angeordnet haben“, betont die Juristin und für Gesundheit zuständige Fachbereichsleiterin Nina Rahder. „Es besteht das Risiko, dass die anderen Anwesenden sich infiziert haben, zum Beispiel über Aerosole", so Rahder weiter. Der Wirt geht auf Basis der Luca-Statistik davon aus, dass im fraglichen Zeitraum rund 80 Gäste in der „Wunderbar“ waren.

Die Betroffenen sind verpflichtet, sich unverzüglich per E-Mail beim Kreisgesundheitsamt zu melden. In der E-Mail sind der eigene Name, die Zeit des Aufenthalts in der „Wunderbar“ sowie eine Telefonnummer anzugeben, unter der der Absender erreichbar ist. „Wählen Sie den Namen der Bar als Betreff, so fällt unserem Team der Kontaktnachverfolgung die Zuordnung leichter“, bittet Nina Rahder um Mithilfe. Die E-Mails sind zu richten an corona-pcr@nordfriesland.de. Das Kreisgesundheitsamt wird daraufhin alle Personen, die sich melden, so schnell wie möglich kontaktieren.

13.52 Uhr: Großer Corona-Ausbruch unter Kindern

71 von rund 100 Teilnehmern einer von einem Hamburger Träger organisierten Ferienfreizeit haben sich mit dem Corona-Virus infiziert. Die Betroffenen - Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – stammten größtenteils aus Hamburg, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde, am Freitag. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur fand die Freizeit in Dänemark statt.

„Nachdem die Ferienmaßnahme vor Ort unter Quarantäne gestellt worden war, wird diese nun beendet“, sagte Helfrich. „Die Teilnehmenden kehren nun an ihre Heimatorte zurück, wo sie sich in der eigenen Häuslichkeit isolieren.“

Auch für negativ getestete Kontaktpersonen und die mit den positiven Rückkehrern in einem Haushalt lebenden Personen werde Quarantäne angeordnet. „Die nach Wohnort örtlich zuständigen Gesundheitsämter in den Hamburger Bezirken und umliegenden Kommunen übernehmen die weitere Betreuung“, hieß es.

Donnerstag, 22. Juli

10.09 Uhr: Hamburger Impfzentrum feiert Meilenstein

Das Hamburger Impfzentrum in den Messehallen hatte am Mittwoch allen Grund zum Feiern. Nach wochenlanger Arbeit wurde am 21. Juli die millionste Impfung verabreicht. Den Moment feierten die Mitarbeitenden mit einem Empfang unter Konfetti-Regen. Der ärztliche Leiter des Hamburger Impfzentrums teilte die Nachricht auf Twitter.

Die Impfkampagne in der Hansestadt geht unterdessen weiter flott voran. An den nächsten drei Sonnabenden können sich Hamburgerinnen und Hamburger spontan impfen lassen. An den Messehallen benötigen sie nur einen Personalausweis und, wenn vorhanden, den Impfausweis.

In Hamburg sind mittlerweile 838.336 Menschen vollgeimpft. Das sind 45,4 Prozent der Bewohner.

Dienstag, 20. Juli

18.57 Uhr: Hamburger Studenten können ohne Termin ins Impfzentrum

Alle Hamburger Studentinnen und Studenten können von morgen Freitag, 21. Juli, bis einschließlich 27. Juli ein exklusives Impfangebot in Anspruch nehmen: Sie erhalten eine Corona-Schutzimpfung ohne vorherige Terminvereinbarung im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen. Das schreibt der Senat in einer Mitteilung.


Diese Möglichkeit besteht demnach für alle Studentinnen und Studenten, die bislang noch keine Erstimpfung erhalten haben. Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank appelliert an sie: „Bitte nehmen Sie das Angebot der Stadt an und helfen Sie auf diesem Wege mit, die Pandemie weiter in den Griff zu bekommen und schützen Sie sich selbst und andere, gerade damit auch diejenigen, die sich selber nicht impfen lassen können.“

Ziel bleibe weiterhin, im bevorstehenden Wintersemester wieder größtenteils in den Präsenzbetrieb zurückzukehren. Dazu sei es unerlässlich, dass möglichst viele Mitarbeitende der Hochschulen und Studierende gegen eine Covid-19-Erkrankung geimpft sind.

Sonntag, 18. Juli

14.13 Uhr: Letzte Chance – großes Impfzentrum wird bald dichtgemacht

Die Impfkampagne in Deutschland ist deutlich ins Stocken geraten. Mittlerweile sind zwar 60 Prozent der Einwohner erstgeimpft, doch es kommen kaum noch welche hinzu, obwohl die Infektionszahlen jetzt wieder rasant nach oben schnellen. Für eine Herdenimmunität gegen die Delta-Variante braucht es laut Experten eine Impfquote von 85 Prozent. Möglicherweise wird die wohl nie erreicht werden, auch weil es für Kinder noch keine Impfmöglichkeit gibt.

In Hamburg sind nach wie vor sind zahlreiche, auch kurzfristige, Termine im Impfzentrum in den Messehallen verfügbar. Nachdem die Mehrheit der Bevölkerung bereits einen Impfschutz erhalten hat, wird das Impfzentrum nun Ende August geschlossen. Insbesondere Personen, die noch keine Impfung erhalten haben und keinen Hausarzt haben, sollten sich nun noch einen Termin buchen, heißt es vom Senat. Deswegen bittet Sozialsenatorin Melanie Leonhard:

„Wenn Sie noch keine Corona-Schutzimpfung erhalten haben, beschäftigen Sie sich jetzt noch einmal mit dem Thema. Wenn Sie Fragen oder Bedenken haben, besprechen Sie sich mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob am Telefon oder bei einem Termin in der Praxis. Ich bitte Sie, jetzt aktiv zu werden. Wenn Sie sich heute für eine Impfung entscheiden, erhalten Sie schnell und ohne großen Aufwand einen Termin.“

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Und weiter: „Das ist der einfachste und unkomplizierteste Weg zur Schutzimpfung. Gerade jüngere Menschen, die den Älteren lange den Vortritt gelassen haben, oft aber keine feste Hausarztpraxis haben, sollten den Weg über das Impfzentrum gehen. Es geht bei dem Impfschutz um Ihre Gesundheit, damit Sie die Covid-Infektion nicht durchmachen müssen und womöglich Langzeit-Schäden davontragen.“

Auch nach dem Auslaufen des Zentralen Impfzentrums in den Messehallen bestünden weiter umfangreiche Möglichkeiten, die Corona-Schutzimpfung zu erhalten. Erste Anlaufstelle dafür sind Arztpraxen. Weitere Möglichkeiten bestehen bei Angeboten durch mobile Impf-Teams sowie im Rahmen betriebsmedizinischer Dienste. Außerdem können sich Bürgerinnen und Bürger auch in fünf Krankenhäusern im ganzen Stadtgebiet impfen lassen.

Freitag, 16. Juli

10.31 Uhr: Reiserückkehrer geht feiern – 130 Leute in Quarantäne

130 Menschen in Hamburg sind in Quarantäne geschickt worden, weil ein Reiserückkehrer aus Spanien am vergangenen Sonnabend in zwei Bars feierte. Laut dem NDR stellte sich dann heraus, dass sich der Mann bereits im Urlaub mit Corona infiziert hatte.

Direkt vor und nach der Rückreise negativ getestet zu werden, sei kein Freifahrtschein, heißt es aus der Sozialbehörde. Der Mann soll bereits vor seinen Kneipenbesuchen Krankheitssymptome gehabt haben und war trotzdem feiern gegangen.

In Hamburg war er in den Lokalen „Kitty Voo“ und bis spät in die Nacht „M & V-Bar“ unterwegs. In beiden Betrieben wurden mutmaßlich die Hygienebestimmungen nicht streng genug gehandhabt. Die Tischabstände seien zu gering gewesen und es gab für eine ganze Kneipe nur einen App-Check-In, so der NDR.

In der Konsequenz werden nun alle in Quarantäne geschickt, die gleichzeitig mit dem Infizierten da waren. Je nach Fall bis zu 14 Tage. Das gelte auch für bereits vollständig Geimpfte.

Donnerstag, 15. Juli

7.05 Uhr: HIER gibt es jetzt spontane Impftermine mit BioNTech und Moderna für ALLE

Im zentralen Impfzentrum in den Hamburger Messehallen können sich am kommenden Sonnabend 2.000 Menschen ohne Termin gegen Corona impfen lassen. Verwendet werde ausschließlich mRNA-Impfstoff der Hersteller Biontech oder Moderna, sagte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich.

Die Aktion laufe am Sonnabend während der regulären Öffnungszeiten zwischen 8 und 19 Uhr. Mitgebracht werden müsse lediglich ein Personalausweis und – soweit vorhanden – ein Impfpass. Erstgeimpfte würden für die Zweitimpfung dann einen Termin am 7. beziehungsweise 14. August erhalten.

Das Angebot gelte auch für Minderjährige ab 16 Jahren. Diese müssten sich jedoch vorab über die Auswirkungen einer Impfung informieren und von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden, der der Impfung auch zustimmen müsse, sagte Helfrich. Ziel sei es, Personen zu erreichen, die bislang keine Schutzimpfung und auch keinen Termin erhalten haben.

Donnerstag, 8. Juli

9.20 Uhr: Hamburg macht auch 16- und 17-Jährigen ein Impfangebot Hamburg

In Hamburg sollen nun überraschend auch 16- und 17-Jährige ein Angebot für einen Termin im Corona-Impfzentrum bekommen. Das solle sofort gelten, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) dem „Hamburger Abendblatt“.

Eine Bedingung gibt's aber: „Wir legen Wert darauf, dass die Eltern ihr Einverständnis erklären.“ Deswegen soll ein Erziehungsberechtigter zur Impfung mitkommen. Leonhard verwies darauf, dass es sich bei dieser Altersgruppe um Jugendliche handele, „die anders als durchschnittliche Zwölfjährige viel mehr Kontakte haben und zum Teil auch eigenständig reisen“.

Sie seien auch mit Blick auf das Immunsystem sowie die Leber- und Nierenfunktion zum Abbau von Medikamenten weiter entwickelt.

Mittwoch, 7. Juli

20.54 Uhr: Schleswig-Holstein: Inzidenz steigt deutlich

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Schleswig-Holstein ist am Mittwoch deutlich gestiegen: auf 3,9. Am Dienstag lag sie noch bei 3,3. Nach Angaben der Landesmeldestelle (Stand: 18.40 Uhr) gab es 31 registrierte Neuinfektionen im Land (Dienstag: 9). Am Mittwoch vor einer Woche waren 18 Neuinfektionen gemeldet worden und die Inzidenz lag bei 3,3.

Besonders nach oben ging die Zahl der binnen sieben Tagen registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in Neumünster: Dort lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch den Angaben zufolge bei 15,0 - nach 5,0 am Dienstag.

Die Gesamtzahl der Corona-Toten im Bundesland hat sich den fünften Tag in Folge nicht geändert, sie liegt bei 1.623. Im Krankenhaus wurden am Mittwoch 16 Covid-19-Erkrankte behandelt; also einer weniger als am Tag zuvor. Sechs Patienten lagen auf der Intensivstation - drei weniger als am Vortag.

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Die Regionen mit der höchsten Inzidenz sind – nach Neumünster – Lübeck (7,4) und Stormarn (4,9). In Dithmarschen hingegen wurde weiterhin kein neuer Corona-Fall gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt dort das dritte Mal in Folge bei Null.

15.09 Uhr: Feiern ohne Masken: Drei Clubs im Norden öffnen

In drei schleswig-holsteinischen Diskotheken dürfen Gäste künftig wieder ohne Maske und Abstand feiern. Das befristete Modellprojekt im „Bootshaus“ in Flensburg, im „Horizon“ in Oldenburg (Kreis Ostholstein) und im „Joy“ in Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) startet am 20. Juli, wie das Wirtschaftsministerium am Mittwoch mitteilte. Dort dürfen unter wissenschaftlicher Beobachtung jeweils drei Partys veranstaltet werden. Das „Bootshaus“ plant mit 199 Gästen, das „Horizon“ mit bis zu 500 und das „Joy“ mit bis zu 600 Feiernden.

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Weitere Bewerber für das Modellprojekt gab es nicht. „Die Regeln sind natürlich anspruchsvoll“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Thilo Rohlfs. „Aber das haben wir bewusst so gemacht, um einerseits Partys unter realistischen Bedingungen zu erproben und andererseits größtmögliche Sicherheit für die Gesundheit zu gewährleisten.“

Nur Geimpfte, Genesene und Getestete dürfen mitfeiern. Die Corona-Tests der Gäste dürfen höchstens sechs Stunden alt sein. Die Besucher müssen sich zudem viermal nachtesten lassen, um mögliche Infektionswege nachzuvollziehen. Die Nachtestpflicht gilt nicht für Geimpfte und Genesene. Die Modellprojekte sind auf vier Wochen angelegt.

Auch alle anderen Diskotheken im Norden dürfen seit Ende Juni wieder öffnen. Allerdings nur unter strengen Regeln. In den Läden besteht Maskenpflicht und es sind maximal 125 Personen erlaubt. (dpa)