Fehmarn: Schwerer Unfall! Wichtige Insel-Verbindung gesperrt

Ein zerstörtes Fertighaus liegt am Bahnübergang Sütel in Ostholstein. Der mit dem Haus beladene Schwertransporter war in der Nacht dort steckengeblieben und wurde dort von einem Regionalzug gerammt.
Ein zerstörtes Fertighaus liegt am Bahnübergang Sütel in Ostholstein. Der mit dem Haus beladene Schwertransporter war in der Nacht dort steckengeblieben und wurde dort von einem Regionalzug gerammt.
Foto: picture alliance/dpa/

Mit der Bahn auf die Insel Fehmarn zu fahren ist eigentlich eine gute Alternative zum Autofahren. Staus und stockender Verkehr können so vermieden werden.

Doch wer am Freitag auf den Zug angewiesen war, musste sich nach Alternativen umschauen. Denn mit der Bahn ging es zwischenzeitig nicht mehr auf die Insel. Die Strecke von und nach Fehmarn war komplett gesperrt. Grund dafür war ein Unfall.

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Fehmarn: Bahn fährt in Schwertransporter

Eine Regionalbahn rammte in der Nacht zum Freitag einen Schwertransporter. Der Unfall verursachte einen hohen Sachschaden und die Bahnstrecke zwischen Burg auf Fehmarn und Oldenburg war für viele Stunden nicht befahrbar.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Eine halbe Stunde nach Mitternacht krachte es in Ostholstein. Laut Bundespolizei wollten drei Schwertransporter, die jeweils ein Fertighaus geladen hatten, nacheinander den Bahnübergang Sütel bei Neukirchen passieren.

Bei dem ersten Schwertransporter klappte dies auch reibungslos, doch es blieb auch nur bei diesem einen Erfolgserlebnis. Der zweite Schwertransporter sei stecken geblieben, sagte Sprecher Sven Klöckner. Nach einer Ursache dafür wird noch ermittelt.

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„Es ging nicht mehr vorwärts und rückwärts“, schilderte Klöckner. Dann sei das Signal am Bahnübergang auf rot gesprungen und der Fahrer des Schwertransporters habe das Fahrzeug so schnell wie möglich verlassen.

Die Lokführerin habe die Situation zwar erkannt und eine Schnellbremsung eingeleitet, eine Kollision sei aber nicht mehr zu verhindern gewesen. In der Regionalbahn sei zu der Zeit nur ein Reisender gewesen. Dieser erlitt, wie die Lokführerin und der Lastwagenfahrer, zum Glück nur einen Schock.

Die Bahn nach Fehmarn fährt bald wieder

Am Freitag liefen dann umfangreiche Aufräum- und Reparaturarbeiten. Am Mittag wurde verkündet, dass der Lastwagen bereits geborgen sei. Durch den Unfall mussten auch Bahnschwellen getauscht werden.

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Erst am Abend konnte die Bahnstrecke wieder freigegeben werden. (dpa/fk)