Fehmarn: Bauarbeiten stoppen Urlauber – weil die Insel SO hoch hinaus will

Immer am Wasser entlang haben es die Radfahrer auf Fehmarn am liebsten. Wenn der Wind nicht von vorne kommt zumindest.
Immer am Wasser entlang haben es die Radfahrer auf Fehmarn am liebsten. Wenn der Wind nicht von vorne kommt zumindest.
Foto: IMAGO / Hoch Zwei/Angerer

Fehmarn hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Die einzige Ostsee-Insel in Schleswig-Holstein starte die nächste Phase eines Projektes, mit dem sie ganz vorne dabei sein will.

Das Ziel der Verantwortlichen auf Fehmarn ist es nämlich, zur Fahrrad-Insel Nummer 1 im Land zu werden. Um das zu erreichen, sind nun Bagger auf dem Eiland im Kreis Ostholstein angerückt. Auf Urlauber kommen Einschränkungen zu.

Fehmarn: Einzelne Abschnitte gesperrt

Los geht es ab nächster Woche auf den Deichen im Süden der Insel, wie es vom Tourismus Service Fehmarn (TSF) heißt.

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Rund um die Orther Reede werden die Deiche erneuert, damit „das Radfahren und Spazieren sicherer und komfortabler wird.“

Bis Anfang September wird sich die Wanderbaustelle von Flügge bis zur Fehmarnsundbrücke bewegen. Die einzelnen Abschnitte müssen für die Bauarbeiten gesperrt werden. Aber keine Sorge: Umleitungen durch das Inselinnere sind ausgeschildert.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Fehmarn will die Numer 1 werden

Bislang gibt es nach Angaben der TSF auf Fehmarn 300 Kilometer gut ausgebaute Radwege. Mit dem neuen Projekt sollen acht Kilometer hinzukommen.

„Wir wollen Radfahrinsel Nummer 1 in Deutschland werden. Mit der Steigerung der Attraktivität des Radfahrtourismus im Inselsüden gehen wir einen weiteren Schritt hin zu klimaneutraler Mobilität“, so Tourismusdirektor Oliver Behncke laut „Oh-Presse“.

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Mit den Baumaßnahmen nimmt die Möglichkeit einer kompletten Inselumrundung immer am Wasser entlang weitere Formen an. (rg)