Fehmarn: Was plötzlich im Hafen auftaucht, macht Menschen auf der Insel fassungslos! „Enttäuscht und entsetzt

Der Hafen Burgstaaken auf Fehmarn.
Der Hafen Burgstaaken auf Fehmarn.
Foto: picture alliance/dpa

Im Hafen Burgstaaken auf Fehmarn hat sich etwas verändert – das geht vielen gewaltig gegen den Strich. Die Rede ist von Verkaufsstände -und Buden, die sich kürzlich dort positioniert haben.

Die im Hafen ansässigen Gastronomen schäumen vor Wut. Denn für sie sind die Buden eine direkte Konkurrenz, wie Jan Inkens von Fehmarn, erster Vorsitzender des Gewerbevereins Hafen Burgstaaken der „Ostholstein Presse“ erläutert.

Fehmarn: Gastronomen sind sauer

Er bemängelt, dass die Stadt Fehmarn seit einigen Jahren schon nicht mehr mit dem Gewerbeverein kommunizieren und wichtige Entscheidungen ohne vorherige Absprachen treffen würde.

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„Wir sind enttäuscht und entsetzt, haben das Gefühl, dass uns Knüppel zwischen die Beine geworfen werden“, klagt auch Gastronomin Pilar Schwenn, die im Hafen das „Café Sol“ führt.

Zusätzliche Konkurrenz auf Fehmarn

In der ohnehin schwierigen Zeit des Lockdowns habe die Stadt die konkurrierenden Verkaufsstände zugelassen. „Ich fühle mich nicht ernst genommen und respektlos behandelt“, sagt Pilar Schwenn der „Ostholstein Presse“.

Dabei decken die Betriebe im Hafen alles ab, was die Buden auch im Angebot haben. Kuchen, Fischbrötchen, Eis – all das gab es bereits zuvor im Hafen zu kaufen.

„Warum werden keine einheimischen Produkte angeboten, die hier sonst nicht zu finden sind?“, fragt sich die enttäuschte Gastronomin. Gegen solche Stände sei nämlich nichts einzuwenden.

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Das ist Fehmarn:

  • Fehmarn ist nach Rügen und Usedom die drittgrößte Insel Deutschlands
  • Es ist die einzige Ostsee-Insel Schleswig-Holsteins
  • Die Fehmarnsundbrücke, die Fehmarn mit dem Festland verbindet, ist 963 Meter lang
  • Fehmarn zählt rund 12.600 Einwohner
  • Auf der Insel gibt es vier Naturschutzgebiete
  • Der 17,6 Kilometer lange Fehmarnbelttunnel soll Fehmarn mit der dänischen Insel Lolland verbinden; die Eröffnung ist für 2029 geplant

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Auch gegen weitere gastronomische Betriebe sei nichts einzuwenden. Das sei „positiv für den Hafen, denn das wäre ein Ausflugsziel mehr“, führt sie aus. Zudem laufe die Absprache unter den Gastronomen stets reibungslos.

Fehmarn: Ergänzung statt Konkurrenz?

Die Stadt sieht das jedoch anders. „Wenn dort einige wenige Stände kämen, würde das aus meiner Sicht die Attraktivität des Hafens steigern“, zitiert die „Ostholstein Presse“ die Vorsitzende des Stadtwerke- und Hafenausschusses, Christiane Stodt-Kirchholtes.

„Ich würde das nicht als Konkurrenz zu bestehenden Gewerbebetrieben, sondern als Ergänzung der Produktpalette sehen“, fährt sie fort.

Letztes Wort auf Fehmarn noch nicht gesprochen

Ob mit den Gewerbetreibenden vor Ort gesprochen wurde, kann Christiane Stodt-Kirchholtes nicht mit Sicherheit sagen. Die letzte Sitzung liege schon eine Weile zurück. Allerdings sei die Diskussion noch nicht abgeschlossen. „Ich denke, dass da noch Gespräche laufen werden“, sagt sie.

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Das ist auch im Interesse von Pilar Schwinn und den übrigen Gastronomen. „Wir bleiben gesprächsbereit und wollen sachlich diskutieren“, kündigt sie an.

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Das klingt doch von beiden Seiten nach einer guten Verhandlungsgrundlage. Bleibt zu hoffen, das so eine Lösung gefunden wird, mit der alle zufrieden sind. (lh)