Flensburg: Unscheinbares Zelt hinter der Grenze wird zum Hotspot – um sich DAMIT einzudecken

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

Verschwörungstheorien - warum sie in Krisen so viele Menschen anziehen

5G-Netze, Bill Gates, ein Laborunfall in Wuhan: Um den Ursprung von Covid-19 ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Für Experten ist das keine Überraschung. In Krisen geben sie einigen Menschen demnach zumindest ein Gefühl von Kontrolle zurück.

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Kuriose Szenen gibt es dieser Tage an der deutsch-dänischen Grenze in der Nähe von Flensburg. Aus der Region machen sich viele Menschen auf in das Nachbarland. Ihr Ziel: Ein unscheinbares Zelt in Dänemark.

Dort decken sich die Grenzgänger mit etwas ein, was es dieses Jahr in Flensburg und anderen Orten nicht zu kaufen gibt.

Flensburg: Feuerwerksverkauf wieder verboten

Konkret geht es um Feuerwerk. Der Verkauf von Feuerwerken zu Silvester ist aufgrund der Corona-Pandemie in Deutschland zum zweiten Mal in Folge verboten.

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Das ist Flensburg:

  • Die kreisfreie Stadt Flensburg ist nach Kiel und Lübeck die drittgrößte Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein
  • Flensburg liegt am Ende der Flensburger Förde, dem westlichsten Punkt der Ostsee, und an der nördlichen Grenze der Halbinsel Angeln
  • Die Hafenstadt gliedert sich in 13 Stadtteile und 38 statistische Bezirke
  • In Flensburg leben rund 90.000 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Die Stadt liegt direkt an der dänischen Grenze und galt lange Zeit als Zentrum der dänischen Minderheit. Heute leben rund 2.300 Dänen in Flensburg (Stand: Dezember 2019)
  • Bundesweit bekannt ist die Stadt vor allem durch die vom Kraftfahrt-Bundesamt gespeicherten „Punkte in Flensburg“

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Anders sieht das in Dänemark aus. Deshalb fahren viele Menschen über die dänische Grenze nach Krusau. Dort stünde ein unscheinbares Zelt auf einem Parkplatz im Industriegebiet, beschreibt das „Flensburger Tageblatt“, in dem Feuerwerkskörper verkauft werden.

+++ Lübeck erhält besondere Ehre, doch als Fans DAS sehen, platzt ihnen der Kragen: „NIEMALS!!!“ +++

Das Personal dort habe bereits mit mehr Kunden gerechnet und sich dementsprechend auf die diesjährige Verkaufs-Saison vorbereitet. Der Ansturm sei nach Beginn des Feuerwerksverkaufs am Montag groß gewesen. „Ich würde sagen, dass über 80 Prozent unserer Kunden aus Deutschland kommen“, schätzte der Verkäufer.

Auch auf Einreiseregularien nach Deutschland seien die Verkäufer vorbereitet. Sie hätten kaum Dinge im Sortiment, die nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen. Außerdem würden sie Kunden bei Gegenständen, die doch betroffen sind, auf die Gesetzeslage hinweisen.

Flensburg: Es wird trotzdem laut an Silvester

Sogar aus Lübeck kämen die Kunden, schreibt das „Flensburger Tageblatt“, und nehmen die lange Reise auf sich, um sich im Nachbarland mit Feuerwerkskörpern einzudecken.

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Demnach wird es in Norddeutschland trotz des Verkaufsverbots an Silvester bunt am Sternenhimmel. Hoffentlich geht dabei dann nichts schief. (fk)