Flensburg: Angler machen mysteriösen Ekel-Fund in der Ostsee – „Igitt“

Zwei Angler haben Mysteriöses aus dem Wasser gezogen (Symbolbild).
Zwei Angler haben Mysteriöses aus dem Wasser gezogen (Symbolbild).
Foto: IMAGO / Kosecki

Einen wirklich seltsamen Fund haben zwei Angler aus Flensburg gemacht. Er sieht glibschig aus, wie ein Sack – und gibt nicht nur den beiden Anglern Rätsel auf.

Beim Fischen hatten sie mehrere der Glibber-Exemplare aus dem Wasser gezogen. Auch mit Hilfe von Google wurden die beiden nicht schlauer, was es mit dem Fund auf sich haben könnte. „Ständig“ würden sie die glitschigen Säcke vom Grund der Ostsee in Flensburg hochholen.

Flensburg: Experten klären auf

„Bestimmt Eier von Nessi... oder Seemonster“, meint eine Frau unter dem Beitrag bei Facebook scherzhaft. „Definitiv kein Fisch“, spekuliert eine weitere Person und „Igitt“ heißt es in den Kommentaren.

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Es ist ein wirklich schwieriges Rätsel. Von den Flensburgern kann es sich keiner erklären, was dort in der heimischen Ostsee gefunden wurde. MOIN.DE hat deswegen bei zwei Experten nachgefragt.

Laut Prof. Ulf Karsten vom Instituts für Biowissenschaften an der Universität Rostock „handelt es sich mit größter Wahrscheinlichkeit um sogenannte Seescheiden, die am Meeresboden festsitzend vorkommen und Kolonien bilden.“

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Das ist Flensburg:

  • Die kreisfreie Stadt Flensburg ist nach Kiel und Lübeck die drittgrößte Stadt im Bundesland Schleswig-Holstein
  • Flensburg liegt am Ende der Flensburger Förde, dem westlichsten Punkt der Ostsee, und an der nördlichen Grenze der Halbinsel Angeln
  • Die Hafenstadt gliedert sich in 13 Stadtteile und 38 statistische Bezirke
  • In Flensburg leben rund 90.000 Einwohner (Stand: Dezember 2019)
  • Die Stadt liegt direkt an der dänischen Grenze und galt lange Zeit als Zentrum der dänischen Minderheit. Heute leben rund 2.300 Dänen in Flensburg (Stand: Dezember 2019)
  • Bundesweit bekannt ist die Stadt vor allem durch die vom Kraftfahrt-Bundesamt gespeicherten „Punkte in Flensburg“

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Nahrungsstrudler in Flensburg

Darauf tippt auch Karl Deutschmann, Diplom-Biologe an der Meeresbiologischen Station in Laboe. Seescheiden sind sogenannte Manteltiere und Nahrungsstrudler. Das heißt, dass sie über eine Einström-Öffnung Wasser einleiten und dann Nahrung herausfiltern.

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Ihr Körper ähnelt einem Sack, die Schutzhülle ist der Mantel. In der Nordsee- und Ostsee sind die Tiere keine Seltenheit.

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Laut der beiden Angler gaben sie die Tiere nach jedem Fund wieder unberührt ins Wasser. (rg)