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Gosch zieht die Reißleine! Krabben-Brötchen (fast) nur noch auf Sylt

Krabben-Krise! Während die Brötchen in Hamburg teils schon 15 Euro kosten, muss auch Gosch auf Sylt handeln. Und das so richtig.

© IMAGO / Günther Ortmann / Henning Scheffen / Ingo Kutsche

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Krabben-Krise! Das Beliebte Brötchen hat sich endgültig zum Luxus-Brötchen gewandelt. Zumindest vielerorts – in Hamburg verlangt man am Hafen mitunter bis zu 15 Euro für die Nordsee-Garnelen (>>>hier mehr). Da muss natürlich auch Gosch auf Sylt mitziehen.

Gosch hat Krabbenbrötchen in „nahezu“ allen Filialen von der Karte gestrichen – mit Ausnahme von Sylt. Inhaber Jürgen Gosch zieht eine klare Prognose.

Gosch auf Sylt: Ein echtes Problem

Neben Backfisch und Makrele gilt das Krabben-Brötchen als Standard-Snack für Küsten-Besucher. Und auch wenn der Preis schon immer etwas höher war, steht Gosch auf Sylt vor großen Problemen.

„Krabben sind sehr schwer zu kriegen momentan, es wurden einfach zu wenige gefangen“, sagte Jürgen Gosch (82) gegenüber dem „shz“. Und das hat Auswirkungen. Denn in „nahezu“ allen Festlandfilialen der prominenten Kette müssen Kunden auf Krabben-Brötchen verzichten – außer auf Sylt. Das hat ideelle Gründe, wie der Fisch-Veteran verrät.

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Gosch auf Sylt will durchhalten

Ein Verzicht auf Krabbenbrötchen auf Sylt ist für Jürgen Gosch undenkbar. „das kommt überhaupt nicht infrage. Ich habe mit 15 angefangen Krabben zu pulen und später mein Unternehmen mit Krabben aufgebaut. Für mich sind Krabben eine absolute Herzensangelegenheit“, erzählt er. Mit 6,50 Euro pro Stück sind die Leckerbissen sogar noch vergleichsweise günstig. Auch wenn Gosch nichts daran verdient.

„Aktuell verdiene ich auf Sylt an den Krabbenbrötchen nichts, aber das ist dann eben mal so. Die Leute kommen zu uns wegen der Krabbenbrötchen und die will ich auf keinen Fall enttäuschen“, sagt der Gosch-Mäzen gegenüber dem „shz“. Na, ein Glück! Doch er spricht auch von steigenden Preisen innerhalb seiner Kette.


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Gosch auf Sylt: Preis-Erhöhung kaum auszuschließen

Wenn die Sommer-Saison erst einmal beginne, sei der Preis von 6,50 Euro nicht zu halten, meint Gosch. Er müsse dann „irgendwann moderat erhöhen“. Doch warum eigentlich? Die beliebte Kette von Sylt ist wie andere von einer schlechten Fang-Quote betroffen. Die Saison ist laut dem Verband Deutscher Krabbenfischer unterdurchschnittlich verlaufen.

Die Kilo-Preise haben sich für Einkäufer innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Und das trifft alle Kunden – nicht nur die von Gosch auf Sylt.

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