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Manuela Schwesig kehrt zurück – und sorgt mit krasser Aussage für eine große Überraschung

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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Foto: imago images/photothek

Manuela Schwesig (SPD) verließ vor sechs Wochen die politische Bühne. Eine Entscheidung, die für reichlich Wirbel sorgte. Der Grund für ihren Rückzug war eine Nachsorge-OP als Folge ihrer Brustkrebserkrankung vor zwei Jahren.

Das Comeback von Manuela Schwesig wurde wenig später erwartet, doch die SPDlerin blieb verschwunden. Aus Regierungskreisen wurden Stimmen laut, die der 47-Jährigen schmutziges Kalkül vorwarfen (MOIN.DE berichtete).

Manuela Schwesig ist zurück – und packt sofort an

Nun ist die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern zurück – und meldet sich sogleich mit einer brisanten Aussage. Am heutigen Mittwoch (30. März) nahm Manuela Schwesig ihre Regierungeschäfte in der Staatskanzlei wieder auf.

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Das ist Manuela Schwesig:

  • Manuela Schwesig wurde am 23. Mai 1974 in Frankfurt (Oder) geboren. Aufgewachsen ist sie in Seelow in der DDR.
  • Sie lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern in Schwerin.
  • Sie gehört seit 2003 dem Vorstand des SPD-Kreisverbands Schwerin an und seit 2005 dem Vorstand der SPD Mecklenburg-Vorpommern.
  • Von 2008 bis 2013 war sie Landesministerin in Mecklenburg-Vorpommern und von 2013 bis 2017 Bundesfamilienministerin unter Angela Merkel.
  • Seit dem 4. Juli 2017 ist Schwesig Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Vorsitzende der SPD Mecklenburg-Vorpommern.
  • In beiden Ämtern ist sie die Nachfolgerin von Erwin Sellering, der sein Amt wegen einer Krebserkrankung aufgab.
  • Manuela Schwesig erkrankte 2019 selbst an Krebs. Ihre Erkrankung gilt als überwunden.

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„Ich freue mich sehr, nach meiner Genesungsphase wieder an Bord zu sein. Mir geht es gut“, schrieb die Politikerin auf Facebook und teilte zudem mit, sie habe die Zeit zur Erholung gebraucht. An ihrem ersten Arbeitstag absolvierte sie sogleich eine Klausurtagung der Landesregierung zu aktuellen Themen und gab danach eine Pressekonferenz, die live in sozialen Medien übertragen wurde.

Viel Kritik für Manuela Schwesig

Die Konferenz für Pressevertreter hatte es dann auch gleich in sich. Seit geraumer Zeit steht der pro-russische Kurs von Schwesigs Landesregierung in der Kritik. Die umstrittene Gas-Pipeline „Nordstream 2“ wurde von der SPDlerin immer wieder höchstpersönlich verteidigt und vorangebracht.

Dazu wurden wiederholt negative Stimmen gegenüber einer Klimaschutzstiftung laut, die Gewinne aus der Gasförderung mit eben jener Pipeline für Umweltschutz eingesetzen sollte – für Kritiker eine Mogelpackung.

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Manuela Schwesig gesteht Fehler ein

Nun hat Manuela Schwesig die jahrelange Unterstützung von „Nordstream 2“ öffentlich als Fehler bezeichnet! Die Klimaschutzstiftung arbeitete bis jetzt mit 20 Millionen Euro, die aus Wladimir Putins Erdgas-Unternehmen stammte.

„Auch ich habe diesen Fehler gemacht“ sagte Manuela Schwesig in der Pressekonferenz und räumte ein, dass es gut sei, das „Nordstream 2“ nun gestoppt sei und die Stiftung abgewickelt werden solle.

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Manuela Schwesig zieht Schlussstrich

Der Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine habe das Verhältnis Russlands zu Mecklenburg-Vorpommern deutlich verändert, führte die Ministerpräsidentin weiter aus.

Zum vergangenen Dialog bezüglich der Gas-Pipeline, die in Mecklenburg-Vorpommern anlanden sollte, steht sie dennoch: „Ich stehe dazu, dass wir einen Dialog mit dem Leningrader Gebiet geführt haben“ stellte sie klar.

Ein Dialog, auch mit schwierigen Partnern, sei immer gut. Gespräche mit Russland seien durch den Angriffskrieg in Osteuropa nun allerdings unmöglich. (wip/dpa)