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Mecklenburg-Vorpommern: DIESES Verbot sorgt für großes Unverständnis – „So ein Schwachsinn“

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Möwen gehören zur Küste einfach dazu – so auch an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern. Foto: imago images/Karina Hessland & imago images / agefotostock

Die einen lieben sie, für andere sind sie Plagegeister: Möwen. Und dennoch gehören sie zum Meer einfach dazu – so auch an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern.

Jeder, der die Küste liebt, wird schon mal seine Erfahrungen mit den Vögeln gemacht haben – positiv wie negativ. Und dann gibt es diejenigen, die sogar eine Pommes oder das Fischbrötchen mit ihnen teilen. Doch damit soll in Stralsund (Mecklenburg-Vorpommern) jetzt Schluss sein.

Mecklenburg-Vorpommern: Geldbuße bis zu 5.000 Euro

Ab 1. Januar 2021 gilt in Stralsund an bestimmten Stellen ein Möwenfütterungsverbot, beispielsweise an der Sundpromenade oder am Hafen. Wer gegen diese Verordnung verstößt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro rechnen.

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In einer Facebook-Gruppe von Rügen-Fans hat jemand einen Beitrag des NDR zum neuen Möwenfütterungsverbot geteilt. Die Kommentarspalte zeigt: Das Verbot stößt bei vielen auf Unverständnis.

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„Fassungslos“, heißt es in einem Kommentar. „So ein Schwachsinn“, in einem anderen. Eine Frau fragt sarkastisch: „Ob sich die Möwen rächen werden und ganz Stralsund zuscheißen?“

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Daten und Fakten zu Mecklenburg-Vorpommern:

  • Mecklenburg-Vorpommern ist das am dünnsten besiedelte deutsche Bundesland
  • Mecklenburg-Vorpommern zählt insgesamt 337 Kilometer Außenküste
  • Mit Heiligendamm hat Mecklenburg-Vorpommern den ältesten Seebadeort Deutschlands (gegründet 1793)
  • Rostock ist mit über 208.000 Einwohnern die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern

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Manche fragen sich auch, wie kontrolliert werden soll, ob die Möwe nun gefüttert wurde oder ob sie sich das Fischbrötchen einfach geklaut hat: „Braucht man dann ein Beweisfoto, dass die Möwe das Brötchen geklaut hat oder muss ich einen Zeugen mitnehmen?“, fragt eine Frau in die Runde.

Mecklenburg-Vorpommern: Nicht die erste Gemeinde mit einem Verbot

Dabei ist Stralsund nicht die erste Gemeinde an der Ostsee, die das Füttern von Möwen verbietet. In Warnemünde und Zinnowitz beispielsweise ist das schon länger der Fall.

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Und auch unter den Ostee-Fans in der Facebook-Gruppe zeigen einige Verständnis für diese Entscheidung.

„Brötchen sind nun mal nicht gut für Möwen, nur leider wissen das die Möwen nicht“, schreibt jemand. Und auch andere verweisen darauf, dass es bei diesem Verbot auch um die Gesundheit der Tiere geht.

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Denn Möwen können Weißbrot nicht richtig verdauen, es quillt in ihrem Magen auf. Sie fühlen sich dann zwar satt, ihnen fehlen aber wichtige Nährstoffe.

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Ärger anderswo in Mecklenburg-Vorpommern

Für Diskussion in Mecklenburg-Vorpommern sorgt aber nicht nur das Verbot Möwen zu füttern. Wegen einer Ankündigung der Deutsche Bahn gab es zuletzt Protest von allen Seiten. Worum es geht, erfährst du >> HIER. (kbm)