„Mein Schiff“: Ehemaliger Mitarbeiter packt über wahren Arbeitsalltag aus – „Kann sehr hart sein“

Gäste besteigen die „Mein Schiff 2“ in Spanien (Symbolfoto).
Gäste besteigen die „Mein Schiff 2“ in Spanien (Symbolfoto).
Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Francis Gonzalez

Viel reisen, viele Länder sehen, ständig neue Leute treffen: Die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff klingt für manche Menschen verlockend und macht sie glücklich (MOIN.DE berichtete). Doch es gibt auch eine Kehrseite auf Dampfern wie jenen von „Mein Schiff“.

Ein Ex-Mitarbeiter der Flotte berichtet über die Kehrseite der Arbeit an Bord. Der Arbeitsalltag bei „Mein Schiff“ kann das Leben auch alles andere als traumhaft machen.

„Mein Schiff“: Krasse Arbeitsbedingungen auf den Kreuzfahrtschiffen

Durchschnittliche Arbeitszeiten in Deutschland betragen etwa acht Stunden an je fünf Tagen die Woche. Manchmal sind es sogar noch weniger Stunden. Für Angestellte auf Kreuzfahrtschiffen ist das oft nicht der Fall.

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Daten und Fakten zu „Mein Schiff“:

  • Insgesamt sieben Kreuzfahrtdampfer zählen zur „Mein Schiff“-Flotte der Reederei Tui Cruises
  • Die gesamte „Mein Schiff“-Flotte fährt unter der Flagge von Malta, daher gibt es auch keine Umsatzsteuer an Bord
  • Die Reederei hat ihren Firmensitz in Hamburg
  • Bis voraussichtlich 2026 sollen drei neue „Mein-Schiff“-Kreuzer gebaut werden
  • Insgesamt ca. 6.980 Besatzungsmitglieder sind an Bord der Schiffe für Tui Cruises im Einsatz

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Ein ehemaliger Mitarbeiter der „Mein Schiff“-Flotte berichtet von seinen fünf Jahren als Hilfskoch an Bord. Was er erzählt, ist sehr erschreckend.

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Der Mann musste zwischen zwölf und vierzehn Stunden am Tag arbeiten. Manchmal habe er auch in seinen freien Schichten gekocht, weil es zu viel zu tun gab, sagt er in einem ZDF-Beitrag. Wochenenden gab es für ihn nicht.

Neun Monate am Stück müssen die Mitarbeiter an Bord der Kreuzfahrtschiffe ohne Pause durchschuften. Dabei verdienen sie deutlich unter dem deutschen Durchschnittslohn. Trotzdem machen sie die Arbeit gerne.

„Mein Schiff“: Arbeit auf den Kreuzfahrtschiffen hat trotzdem Vorteile

Viele der Crewmitglieder kommen aus Südostasien. Dort ist ihre Arbeit nicht nur gut angesehen, sie ist auch verhältnismäßig hoch vergütet. Im Vergleich zu den Löhnen in ihren Heimatsländern verdienen die MItarbeiter bei „Mein Schiff“ weit über dem Durchschnitt.

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Dennoch sagt der ehemalige Hilfskoch: „Das Leben auf Kreuzfahrtschiffen kann sehr hart sein.“ Für viele ist es sicherlich unvorstellbar, so lange ohne Unterbrechung zu arbeiten.

Trotzdem möchte der ehemalige Mitarbeiter wieder zurück auf ein Kreuzfahrtschiff. Er habe schließlich eine Familie zu ernähren. (fk)