Norderney: Von der Insel kommt eine klare Ansage! „Nörgeln ist fehl am Platz“

Spaziergänger genießen die Sonne auf Norderney.
Spaziergänger genießen die Sonne auf Norderney.
Foto: imago images/Nordphoto

Auf Norderney ist man erleichert. Nach dem langen Stillstand hat der Tourismus endlich wieder Fahrt aufgenommen und zurzeit kommen wieder viele Gäste auf die Insel.

Spurlos ist die Pandemie aber nicht an Norderney vorbeigegangen. In einem Interview spricht Kurdirektor Wilhelm Loth über die Folgen des Lockdowns. Dabei macht er außerdem eine klare Ansage.

Norderney: Schäden lassen sich nicht beziffern

Auch auf der Insel sei ein Schaden entstanden, wirtschaftlich und ideell, sagte der Kurdirektor im Interview mit der „Norderney Zeitung“. „Natürlich kann man letzteres nicht beziffern“, so Wilhelm Loth. Dennoch seien auch Kompensationszahlungen erfolgt.

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Ein großes Problem seien demnach die Personalabgänge, die die Tourismusbranche beklagt. „Nicht wenige sind weggegangen und haben sich einen anderen Job gesucht“, zitiert die „Norderneyer Zeitung“ den Kurdirektor. Dennoch ist er sich sicher, dass sich die Insel auch in Zukunft weiter behaupten kann. Voraussetzung sei jedoch, dass keine weiteren Pandemiewellen zuschlagen.

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Das ist Norderney:

  • Norderney ist eine der Ostfriesischen Inseln und liegt in der Nordsee
  • Norderney ist nach Borkum die zweitgrößte Insel dieser Inselgruppe
  • Norderney hat eine Fläche von 26,29 Quadratkilometern
  • Norderney ist eine Düneninsel, die mit der Zeit aus von der Meeresströmung angespültem Sand gewachsen ist

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Norderney: „Nörgeln und schlechtreden sind fehl am Platz“

Auch findet Loth, dass Deutschland in der Krise im Vergleich zu anderen Ländern gut davongekommen sei. „Deshalb habe ich kein Verständnis für die, die nur das Negative suchen und bis zum Gehtnichtmehr das thematisieren, was nicht so gut gelaufen ist. [...] Nörgeln und schlechtreden sind fehl am Platz.“

Auf der Insel bekämen viele nicht mit, was während der Pandemie auf dem Festland los ist. „Die Leerstände der Landgastronomie oder vieler Geschäfte in den Großstädten sind fast schon bedrückend“, so Loth. Tourismusregionen hätten in der Pandemie besonders viel auszuhalten.

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Für die Zukunft wünscht sich der Kurdirektor mehr Vorsicht und Rücksicht. Zwar hofft er, dass sich die Situation bald wieder normalisieren wird und alle in Ruhe arbeiten können. Dennoch warnt er davor, jetzt zu schnell alles wieder zu öffnen. „Man sollte nicht zu schnell zur absoluten Normalität zurückfinden und eine gesunde Vorsicht walten lassen.“ (mik)