Nordsee: Die Situation an der Küste ist katastrophal – Menschen sind verzweifelt

An der Nordsee befinden viele Menschen sich in einer misslichen Lage (Symbolbild).
An der Nordsee befinden viele Menschen sich in einer misslichen Lage (Symbolbild).
Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Die Situation an der Nordsee ist katastrophal: Der zweite Lockdown reißt vielen Hotels und Gastronomiebetrieben den Boden unter den Füßen weg.

Auch die Angestellten an der Nordsee leiden enorm unter den erneuten Einschränkungen. Die Hälfte der in Kurzarbeit Beschäftigen bekommt weniger als 1.100 Euro im Monat. Im schlimmsten Fall muss ein Kellner von gerade einmal 700 Euro im Monat leben.

Nordsee: Trinkgeld fällt weg

Das Kurzarbeitergeld entspricht 60 Prozent der Nettoeinkünfte. Allerdings fällt das – in vielen Fällen lebensnotwendige – Trinkgeld weg. Nicht selten sind das 300 bis 400 Euro zusätzlich im Monat.

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„Die Mitarbeiter brauchen finanzielle Hilfe“, fordert Finn Petersen von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten im „Hamburger Abendblatt“.

Nordsee vor einem „existenziellen Problem“

Von den 80.000 Angestellten in der Hotellerie und Gastronomie seien nach seinen Schätzungen bereits im Frühjahr 80 Prozent in Kurzarbeit geraten. Nun müssen sie erneute Einbußen hinnehmen.

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„Wir stehen vor existenziellen Problemen“, sagt auch Stefan Scholtis, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Schleswig-Holstein.

Hotels an der Nordsee mit gewaltigen Verlusten

Allein die Unterkünfte in direkter Strandlage könnten annähernd auf die Umsätze des Vorjahres kommen.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Schon die Betriebe, die ein paar Kilometer im Landesinneren liegen, erreichen nur noch 40 Prozent der Vorjahreseinnahmen.

Trotz Ansturm auf Nordsee weniger Übernachtungen

Noch schlimmer trifft es die Hotels in Städten. „Das System der Geschäftsreisen, von dem diese Hotels gelebt haben, ist zusammengebrochen“, berichtet Scholtis.

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Gerade einmal 30 Prozent der Vorsätze aus 2019 seien für sie zu erreichen.

Obwohl zwar viele Menschen den Sommer an der heimischen Küste verbracht haben, sind die Übernachtungen von Januar bis August um 21,4 Prozent gesunken.

Im Oktober sorgte das umstrittene Berherbergungsverbot für weitere Einbußen.

Nordsee: „Alles nicht gut“

„Alles nicht gut“, fasst der Dehoga-Geschäftsführer zusammen. Dabei seien November und Dezember eigentlich gute Monate.

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Doch nachdem bereits das Ostergeschäft ausgefallen ist, sieht die Branche nun auch Weihnachten und Silvester in Gefahr. Den ganzen Artikel kannst du im „Hamburger Abendblatt“ lesen. (lh)