Nordsee: Dieser düstere Ort auf Helgoland fasziniert Urlauber – sein Inneres sorgt für Gänsehaut

Blick in den Nordsee-Bunker auf Helgoland.
Blick in den Nordsee-Bunker auf Helgoland.
Foto: imago stock&people

Wer an die Nordsee denkt, stellt sich vermutlich einen weiten Strand mit feinem Sand und wärmenden Sonnenstrahlen vor.

Aber die Nordsee hat auch ihre düsteren Seiten. Auf Helgoland gibt es einen Ort, der Insel-Fans gerade sehr fasziniert. Sein Inneres lässt einen die Vorstellung an den warmen Strand vergessen. Stattdessen kommt Gänsehaut auf.

Nordsee: Düstere Stimmung auf Helgoland

Es sind wirklich schaurige Fotos, die eine Urlauberin in einer Facebook Gruppe für Helgoland teilt. Auf einer Aufnahme ist ein langer, spärlich beleuchteter Gang zu sehen. Wände und Decke sind mit Moos bewachsen und der Beton-Korridor scheint kein Ende zu nehmen. Schon beim Betrachten kann eine düstere Stimmung entstehen.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Die Urlauberin erklärt zu den Bildern, dass die von einer Bunkerführung auf Helgoland stammen. „Das sollte jeder einmal gemacht haben.“ Es sei sehr interessant gewesen. Sie ziehe den Hut vor den Inselbewohnern, weil sie während und kurz nach dem Krieg so viel erlebten und die Insel trotzdem zu dem machten, was sie heute ist.

Lost Places haben zuletzt auf Fehmarn für Begeisterung gesorgt (MOIN.DE berichtete), aber auch der Bunker auf Helgoland fasziniert Insel-Fans. Unter den Fotos berichten einige über ihre Erfahrung in der Anlage. Die Führung sei gut und „absolut empfehlenswert“.

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Das ist Helgoland:

  • Helgoland ist eine Nordsee-Insel in der deutschen Bucht. Sie liegt im Bundesland Schleswig-Holstein und gehört zum Landkreis Pinneberg.
  • Helgoland besteht eigentlich aus zwei Inseln. Im Jahre 1721 brach die Masse auseinander. Seitdem unterteilt sich Helgoland in die Hauptinsel und die als Düne bezeichnete Nebeninsel.
  • Wegen ihrer Lage auf offener See wird Helgoland häufig als „einzige Hochseeinsel Deutschlands“ bezeichnet, obwohl sie geografisch gesehen nicht auf der Hohen See liegt.
  • Wahrzeichen der Insel ist die „Lange Anna“, ein 47 Meter hoher Felsen aus rotem Sandstein.
  • Neben der rötlichen Steilküste ist Helgoland auch aufgrund seiner Tierwelt bekannt: Im Winter bringen Kegelrobben auf der Düne ihre Jungen zur Welt. Im Sommer kann man beim „Lummensprung“ beobachten, wie sich unzählige Küken der Trottellummen für ihren ersten Flug in die Tiefe stürzen.

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Eine Frau war von dem Bunker „sehr beeindruckt“. Ein Mann hingegen gibt ehrlich zu: „Zuerst war ich sehr beklommen.“

Der Bunker sorgt mit seiner Atmosphäre und seinem heruntergekommenen Aussehen demnach auch für einige gruselige Momente. Das findet auch eine Urlauberin: „Für uns war die Bunkerführung ein Gänsehaut-Moment.“

Dieser Gänsehaut-Moment fasziniert teilweise allem Anschein nach sogar so doll, dass sie die Führung durch den Bunker bereits mehrmals mitmachten. Das erzählen zumindest zwei Personen in den Kommentaren.

Mehr Gänsehaut-Momente an der Nordsee

Andere wiederum waren noch gar nicht vor Ort und bedanken sich nun für den Tipp. Sie würden bei dem nächsten Helgolandurlaub nun auch einen Besuch im Bunker planen.

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Die Gänsehaut-Momente an der Küste reißen also nicht ab. Noch gruseliger kann es wohl nur werden, wenn der Strom im Bunker mal ausfällt und man auf einmal ganz im Dunklen in dem Beton-Koloss steht. (fk)