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Nordsee: Helgoland-Besucher fühlt sich ausgesperrt – und tritt eine hitzige Diskussion los

Ein Helgoland-Besucher fühlt sich degradiert und zweitrangig behandelt. Unter Nordsee-Liebhabern bricht eine hitzige Debatte los.

© IMAGO / Westend61

Nordsee: Diese 5 Strände musst du gesehen haben

Wir stellen 5 Nordsee-Strände vor, die du unbedingt gesehen haben musst.

An der Nordsee gibt es eine Menge Orte und Inseln, die bei Besuchern beliebt sind. Jeder Ort hat seinen eigenen Charme, sei es durch lange Sandstrände oder viel Grünfläche.

Auf der Nordsee-Insel Helgoland sind es vor allem die vielen Kegelrobben und Seehunde, die zahlreiche Besucher faszinieren. Sie sind niedlich anzusehen, und viele Urlauber kennen sie nur von Bildern. Doch einige Gäste fühlen sich jetzt sogar degradiert!

Nordsee: Tiere stehen hier im Mittelpunkt

Stand 29. November gibt es 467 Jungtiere unter den Kegelrobben auf Helgoland, wie die Webseite der Insel vermeldet. Während der Wurfzeit stehen die Tiere besonders unter Schutz. Denn die Krux ist oft: Die Tiere sehen niedlich aus und sind ein wahrer Besuchermagnet – doch die Begegnung zwischen Mensch und Robbe tut beiden Seiten nicht gut.

Für die Menschen kann es mitunter auch sehr gefährlich werden, besonders wenn Jungtiere von ihren Eltern beschützt werden. Aufgrund der Liegeposition der Kegelrobben sind die Strände auf der Nordsee-Insel zurzeit auch nicht begehbar. Das betrifft alle Strände: Aade, den Nord- und den Südstrand.

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Ein Wintererlebnisweg bietet den Besuchern eine Alternative, und sie können trotzdem einen Blick auf die Tiere erhaschen, beispielsweise mit einem Fernglas oder einer Kamera. So sind Mensch und Tier in Sicherheit, und der ohnehin erforderliche Abstand von 30 Metern wird automatisch eingehalten. Im Zweifelsfall weisen die zuständigen Mitarbeiter der Gemeinde laut Webseite die Gäste auf Fehlverhalten hin oder schicken sie sogar weg.

Nordsee-Besucher ist verärgert

Dass die Strände geschützt werden, kommt jedoch nicht bei allen Besuchern gut an. In einer Facebook-Gruppe äußern sich einige erbost darüber. „Alle Strände sind vollständig zu Gunsten der Robben abgesperrt“, hat auch ein Mann beobachtet. „Ich bin der Meinung, dass den Menschen auch ein wenig Zugang zum Meer zusteht“, schreibt er weiter. Er freue sich jedoch über den „sicherlich notwendigen Schutz“.


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In den Kommentaren wird darüber diskutiert. Viele finden die abgesperrten Strände eine gute Maßnahme, um endlich den nötigen Abstand einzuhalten. „Selbst Gäste, denen es vorher eingebläut wurde, hatten oft kein Einsehen“, kommentiert jemand. Auch andere finden es gut, dass die Tiere den Strand während der Wurfzeit für sich haben. „Wer das nicht akzeptieren kann, sollte zu dieser Jahreszeit lieber nach Sylt fahren“, erklärt ein Besucher.

Mehrfach wird erwidert: „Dann fahr doch nach Sylt.“ Eine Frau schreibt, das sei „Jammern auf hohem Niveau“. Und weiter: „Verstehe gerade so gar nicht, wie man das beanstanden kann, anstatt sich für die Tiere zu freuen.“ Mindestens für Einheimische ist klar: Der Strand gehört nicht den Menschen.