Veröffentlicht inNorddeutschland

Restaurant an der Nordsee gibt auf – was hier abgeht, lässt tief blicken

Wieder eine Ladenschließung an der Nordsee – wieder der altbekannte Grund. Die Entwicklung ist beängstigend, doch vor allem Ladenbesitzer sind oft machtlos.

© IMAGO / Olaf Döring IMAGO / Bihlmayerfotografie

Nordsee: Diese 5 Strände musst du gesehen haben

Wir stellen 5 Nordsee-Strände vor, die du unbedingt gesehen haben musst.

Seit Corona-Pandemie, Energiekrise und Inflation sind Ladenbesitzer immer wieder dazu gezwungen ihren Traum von der Selbstständigkeit zu begraben. Die Gründe sind vielfältig, doch in den vergangenen Monaten mussten vor allem an der Nordsee viele Ladenbesitzer ihre Türen schließen (wir berichteten) – so nun auch ein beliebtes Restaurant.

Wieder einmal ist ein Laden an der Küste gezwungen zu schließen. Die Entwicklung macht Ladenbesitzern, aber auch Bewohnern und Besuchern der Nordsee Angst. Die Politik ist gefordert, als Bürger sind einem die Hände gebunden und man kann nur machtlos zusehen.

Nordsee: Restaurant fällt Fachkräftemangel zum Opfer

Seit Jahren leidet Deutschland unter einem starken Fachkräftemangel. Das Problem wird mit jedem Jahr schlimmer, doch die Problemlösung liegt bei der Politik. Bis 2040 sollen in Deutschland rund 3,1 Millionen Fachkräfte fehlen – Grund dafür ist vor allem auch der demographische Wandel in Deutschland. Denn die Bevölkerung im erwerbstätigen Alter sinkt von Tag zu Tag.

Das „Strand No. 1“ an der Nordsee muss nach sechs Jahren schließen. Inhaber Ivor Maric gab gegenüber dem „Schleswig-Holsteinischer-Zeitungsverlag (shz)“ einen überraschenden Grund für die Schließung an. Über fehlende Gäste konnte sich der Inhaber nicht beschweren, doch das fehlende Personal wurde letztendlich zum großen Problem.

+++ Norderney: Sturmtief „Zoltan“ verwüstet den Strand – und hinterlässt erhebliche Dünenabbrüche auf der Insel +++

Nordsee: „Keinen Bock auf Gastronomie“

Der 36-jährige Inhaber mit kroatischen Wurzeln ist enttäuscht, dass er sein Restaurant schließen muss. Im Gespräch mit der „shz“ gab er an, dass er rund 15 Mitarbeiter benötige. Inklusive seiner eigenen Person und Saisonarbeitern, die rund sechs Monate im Jahr aushelfen würden, zählt das Personal schlappe neun Leute. Somit kommt er im besten Fall auf 60 Prozent der benötigten Personalauslastung.


Mehr News:


„Die Menschen haben einfach keinen Bock auf Gastronomie“, berichtete der Inhaber gegenüber der „shz“. Doch nicht nur die Gastronomie leidet unter dem erheblichen Fachkräftemangel. Auch der Hotel- und Gaststättenverband Nordfriesland warnt vor ähnlichen Problemen in der Hotelbranche.

Für Ivor Maric geht es beruflich an der Nordsee weiter. Der ausgebildete Restaurantfachmann übernimmt zum Jahresbeginn 2024 ein Hotel an der Nordsee. Bleibt zu hoffen, dass es dort besser läuft.