Nordsee: Fischkutter geht in Flammen auf – dann beginnt für die Retter ein Wettlauf gegen die Zeit

Die Seenotretter rückten zu einem brennenden Fischkutter aus (Symbolbilder).
Die Seenotretter rückten zu einem brennenden Fischkutter aus (Symbolbilder).
Foto: picture alliance / PIXSELL | Marko Dimic / dpa | Hauke-Christian Dittrich

Auf der Nordsee kam es am Freitagabend zu einem Unglück. Ein Fischkutter brannte lichterloh.

Die Seenotretter mussten ausrücken und auf der Nordsee einen Wettlauf gegen die Zeit bestreiten.

Nordsee: Angehörige meldeten Feuer

Gegen 21.20 Uhr brach das Feuer auf dem Fischkutter aus. Um 22.15 Uhr meldete sich dann ein Angehöriger der zwei Besatzungsmitglieder, die sich an Bord des Kutters befanden, und meldete das Feuer bei der Seenotleitung Bremen.

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Das sind die Seenotretter:

  • Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist die deutsche nichtstaatliche Seenotrettungsorganisation.
  • Sie ist für den Such- und Rettungsdienst bei Seenotfällen im deutschen Teil der Nord- und Ostsee zuständig.
  • Für diese Aufgabe werden 59 Rettungsboote unterschiedlicher Größe auf 55 Stationen eingesetzt.
  • Einsatzzentrale für alle Maßnahmen in der Bundesrepublik ist die Seenotleitung Bremen.
  • Die Gesellschaft wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kiel gegründet.
  • Die DGzRS erhält keine staatlichen Gelder und deckt den größten Teil ihrer Kosten durch freiwillige Zuwendungen.

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Der Kutter aus dem Hafen Husum befand sich im Nordfriesischen Wattenmeer zwischen den Halligen Langeneß und Hooge, weshalb die Seenotrettungskreuzer der Station Amrum und der Station Nordstrand alarmiert wurden.

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Zusätzlich war ein Hubschrauber im Einsatz. Dieser konnte die zwei Fischer von einer Rettungsinsel, in die sie sich begeben hatten, um das Boot zu verlassen, retten.

Nordsee: Fischkutter-Besatzung erleidet schwere Verletzungen

Die Männer erlitten zum Teil schwere Verletzungen und wurden in ein nahe gelegenes Krankenhaus gebracht. Doch eigentlich begann der Wettkampf gegen die Zeit erst dann.

Denn der Kutter brannte inzwischen lichterloh und es war unklar, was sich an Bord befand. Wenn Gasflaschen mit auf dem Holzkutter waren, drohten diese womöglich jeder Zeit zu explodieren. Damit war das Betreten des brennenden Schiffes eine Gefahr für die Seenotretter.

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Die Seenotretter blieben deshalb in sicherer Entfernung des Kutters, um sich nicht selbst zu gefährden. Ihnen blieb leider nichts anderes übrig, als den Fischkutter kontrolliert abbrennen zu lassen.

Die Wasserschutzpolizei an der Nordsee ermittelt

Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Es steht lediglich fest, dass das Feuer im Maschinenraum des Kutters ausbrach.

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Die Wasserschutzpolizei Husum hat die Ermittlungen zur Brandursache nun aufgenommen. (fk)