Nordsee: Was zwei Männer HIER machen, ist einfach nur unglaublich

Martin Tschepe hat eine große Leidenschaft – und der ist er jetzt auf der Nordsee-Insel Sylt nachgegangen.
Martin Tschepe hat eine große Leidenschaft – und der ist er jetzt auf der Nordsee-Insel Sylt nachgegangen.
Foto: IMAGO / Panthermedia & Martin Tschepe

Eigentlich ist auf Sylt gerade wenig los. Einer, der die Nordsee-Insel gerade dennoch genießen kann, ist Martin Tschepe. Eigentlich kommt er aus dem Schwabenland.

Auf Sylt hat Martin aber ein Haus und somit seinen Zweitwohnsitz dort. Er ist hier zur Schule gegangen. In dieser Zeit begann er auch mit seiner Leidenschaft: dem Schwimmen. Und das hat er jetzt in der eiskalten Nordsee gemacht!

Nordsee: Mann geht Eisschwimmen

Bilder davon hat er auf Facebook geteilt und diese unter anderem in einer Gruppe für Sylt-Fans geteilt. Für seine Aktion bekommt Martin viel Zuspruch. „Respekt“, heißt es in einem Kommentar. „Verrückt!!!“, in einem anderen.

Obwohl Martin schon seit seiner Jugend wettkampfmäßig schwimmt, war das Schwimmen in der Nordsee für ihn aber etwas Besonderes. Mit seinem Kumpel Lars Mack ging er in das Wasser, das ungefähr -1 Grad hatte.

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„Ich hab zu ihm gesagt, irgendwas stimmt hier nicht, das ist so sch**** kalt“, erzählt Martin im Gespräch mit MOIN.DE. Zwar sei er eine Wasser-Temperatur von zwei Grad gewohnt. „Aber das war ein Unterschied wie Tag und Nacht.“

Nordsee: Nicht die erste Erfahrung mit Eisschwimmen

Für Martin ist es jedoch nicht die erste Erfahrung mit dem Eisschwimmen. Schon seit 2015 nimmt er regelmäßig an solchen Wettbewerben teil. Dort wird dann – anders als beim Eisbaden – auf Schnelligkeit und Strecke geschwommen.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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„Ich bin im Februar 2020 in Bled (Slowenien) in drei Disziplinen in meiner Altersklasse Vizeweltmeister geworden“, erzählt er im Gespräch mit MOIN.DE. Fast jeden Tag trainiert er dafür.

Immer mehr Menschen gehen in der Nordsee schwimmen

Und weil man in diesem Corona-Winter nicht in die Becken könne, musste er sich eine Alternative überlegen. „Es gehen gerade so viele, auch von den normalen Schwimmern, im Meer schwimmen“, sagt Martin.

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Immer wieder würden Leute zu ihm sagen: „Nimm‘ mich mal mit“. Wichtig dabei: „Der Kopf muss immer über Wasser bleiben“ – Sprünge oder Rollwenden unter Wasser sind also nicht erlaubt.

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Das ist Sylt:

  • Sylt ist die größte nordfriesische Insel und liegt in der Nordsee
  • Nach Rügen, Usedom und Fehmarn ist Sylt die viertgrößte Insel Deutschlands
  • Der Tourismus ist seit über 100 Jahren auf Sylt von erheblicher Bedeutung, seit Westerland 1855 zum Seebad (Kurort) wurde
  • Im Sommer befinden sich täglich rund 150.000 Menschen auf der Insel
  • Zum Vergleich: Lediglich rund 18.000 Menschen leben auf Sylt

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In den Kommentaren wird Martin gefragt, wie lange man für so etwas trainieren müsse. „Man sollte ein bisschen schwimm-affin sein und sich jeden Tag ein bisschen herantasten“, sagt Martin.

Nordsee: Martin gibt Tipps zum Eisschwimmen

„Wir fangen im Herbst an, da ist es jeden Tag ein halbes Grad kälter, irgendwann bist du dann eben bei drei oder null Grad.“ Damit gewöhne man den Körper daran.

Außerdem gibt er einen ganz wichtigen Hinweis: „Wir sagen immer: Nie alleine schwimmen, immer zu zweit, immer mit Rettungsboje.“ Außerdem solle man sich vor dem ersten Mal unbedingt von einem Arzt durchchecken lassen. „Manche haben einen Herzfehler und merken es gar nicht.“

Kumpels gehen zweimal in die Nordsee

Die ganze Aktion am Dienstag habe rund zwei bis drei Stunden gedauert, weil sie noch ein russisches Saunazelt am Strand aufbauten, um sich vor und nach dem Schwimmen aufzuwärmen.

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„Das haben wir bei russischen Eisschwimmern gesehen“, erzählt Martin. Sein Kumpel Lars habe dann ein solches Zelt gekauft. Insgesamt zwei Mal sind die Beiden in die Nordsee gegangen – „jeweils sechs Minuten, maximal“.

Über seine Erfahrungen mit dem Eisschwimmen hat Martin übrigens auch ein Buch geschrieben. Mehr dazu kannst du >> hier nachlesen.