Nordsee und Ostsee: Trotz Ansturm – Ferienorte ziehen traurige Bilanz

Trotz des diesjährigen Besucheransturmes müssen viele Ferienorte an der Nordsee und Ostsee eine traurige Bilanz ziehen.
Trotz des diesjährigen Besucheransturmes müssen viele Ferienorte an der Nordsee und Ostsee eine traurige Bilanz ziehen.
Foto: picture alliance/dpa

Wegen der Corona-Pandemie verzichteten viele Menschen in Deutschland auf Reisen an weit entfernte Orte und machten stattdessen Urlaub an den Stränden der Nordsee und Ostsee. Dabei kam es in letzten Wochen immer wieder dazu, dass Ferienorte maßlos überfüllt waren und Strandabschnitte gesperrt werden mussten.

Häufig entstand der Eindruck, dass die Tourismusbranche an der Nordsee sowie der Ostsee dieses Jahr dank Corona besonders geboomt haben muss. Doch der Schein trügt. Allmählich hört die Hochsaison an den Stränden wieder auf und zurück bleiben Ferienorte, die eine traurige Bilanz ziehen müssen.

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Nordsee: Starke Verluste in der Tourismusbranche

Denn selbst mit dem Top-Wetter der vergangenen Tage und dem Besucheransturm in den Sommerferien, hat der Tourismussektor an den Nord- und Ostseeküsten stark gelitten. Das liegt vor allem daran, dass zu Ostern keine Urlauber an die Strände kommen konnten. Diese Verluste seien nicht mehr aufzuholen, berichtet Strandkorbvermieter Franz Kattwinkel auf Juist der Deutschen Presseagentur.

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Und das trotz der Tatsache, dass es während der Schulferien kaum noch Reise-Beschränkungen innerhalb Deutschland gab. An der Nordsee sei die Auslastung sogar an die 100 Prozent gegangen, teilt der Tourismusverband aus Niedersachsen mit. Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze waren in den Urlaubsorten in diesem Jahr besonders stark nachgefragt.

Existenzen gingen an der Nordsee verloren

Zu Beginn der Saison fehlten allerdings viele Gäste. Für viele Arbeiter der Tourismusbranche war dies existenzbedrohend . Einigen kostete dies sogar die Existenz wie Fahrradmonteur Maik Gülle auf Juist erklärt.

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Jetzt neigen sich in vielen Bundesländern die Schulferien dem Ende. Nur noch zwei Bundesländer haben mit dem Ende dieser Woche Ferien. Das zeigt sich auch deutlich an den Stränden der Nordsee und der Ostsee.

So steht die Strandampel an der Lübecker Bucht beispielsweise wieder auf Grün. Wochenlang stand sie zuvor auf Gelb und teilweise sogar Rot. Der Ansturm an die deutschen Küsten scheint sich somit zu legen. (dpa/kf)