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Nordsee-Urlaub wird teurer – vor allem HIER musst du tiefer in die Tasche greifen

Du planst 2024 einen Urlaub an der Nordsee? Dann kann es sein, dass du in einigen Bereichen mehr zahlen musst. Einen Überblick gibt’s hier.

Urlauber auf der Seebrücke zum Sankt-Peter-Ording-Strand.
Du planst einen Urlaub an der Nordsee im Jahr 2024? Dann solltest du dein Budget etwas aufstocken. (Archivbild) Foto: IMAGO / Olaf Döring

Wer im letzten Jahr Urlaub an der Nordsee gemacht hat, der hat sicherlich schon die ein oder andere Preiserhöhung bemerkt. Beispielsweise für Fährtickets oder Strandkörbe. Doch im aktuellen Jahr könnte an einigen Stellen die Preisschraube nochmal angezogen werden.

In welchen Bereichen du für deinen Urlaub an der Nordsee 2024 mehr bezahlen könntest, verraten wir dir hier.

Nordsee: Hier musst du tiefer in die Tasche greifen

Es gibt gleich mehrere Bereiche, in denen du bald die Preiserhöhungen merken könntest. Beispielsweise vereinzelt bei Fähren, Strandkörben und Gästebeiträgen, sagt die Tourismus-Agentur Nordsee. „Am deutlichsten werden aber die Auswirkungen in der Gastronomie sichtbar werden, wenn es im kommenden Jahr keinen reduzierten Mehrwertsteuersatz mehr geben wird“, heißt es.

Gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise sowie eine anhaltende Personalnot setzten zuletzt vielen Betrieben in der Tourismusbranche zu. In einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN) gaben zuletzt fast zwei Drittel von rund 400 befragten Betriebe im Gastgewerbe an, als Reaktion auf die gestiegene Kosten in der nächsten Saison ihre Preise anheben zu wollen. Vor allem Besuche in Restaurants oder Cafés dürften 2024 teurer werden.

+++Nordsee-Urlaubern vergeht der Appetit – Schuld sind happige Preise+++

Zudem haben müssten einige Betriebe ihr Angebot und ihre Öffnungszeiten wegen fehlender Arbeitskräfte anpassen, sagte die Referentin für Tourismuswirtschaft bei der IHK Flensburg, Hannah Wilbert, der dpa. „Aus unserer aktuellen Konjunkturumfrage geht hervor, dass das Gastgewerbe noch größere Probleme hat offene Stellen zu besetzen als das gesamtwirtschaftlich der Fall ist.“ Die Tendenz gehe also zur Reduzierung des Angebots und verkürzten Öffnungszeiten.

Auch teurere Preise bei Fähren

Die Wyker Dampfschiffs Reederei (W.D.R.), die Verbindungen vom Festland auf die den nordfriesischen Inseln Föhr und Amrum sowie auf die Halligen unterhält, erhöht ihre Preise zum neuen Jahr in allen Tarifen „moderat um zwei bis drei Prozent“, sagte Prokurist Nick Obert.

Für ein Auto mit viereinhalb Metern Länge kostet die Fährfahrt von Dagebüll nach Wyk somit ab Januar einen Euro mehr. Hauptfaktoren für die Preiserhöhung seien die gestiegenen Kosten etwa für den Brennstoff für die Schiffe, Personal sowie Ersatzteile.

Wo die Kurtaxe teurer wird

Teils müssen sich Nordsee-Urlauber auch auf höhere Gästebeiträge, auch Kurtaxe genannt, einstellen. Auf der ostfriesischen Insel Borkum fällt 2024 die Unterteilung zwischen Neben- und Hauptsaison weg. Ab Januar liegt der Gästebeitrag über das Jahr einheitlich bei 4,80 Euro pro Übernachtung für Erwachsene. Bislang waren Übernachtungen in der Nebensaison etwas günstiger.


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Auch auf dem Festland wird es an einigen Orten teurer: Auf der niedersächsischen Halbinsel Butjadingen etwa zahlen Erwachsene und Kinder ab 13 Jahren in der Hauptsaison von April bis Oktober ab 2024 pro Übernachtung künftig 3,20 Euro statt bislang 2,90 Euro.

In der friesischen Gemeinde Wangerland nördlich von Wilhelmshaven steigt der Gästebeitrag in Horumersiel, Schillig und Hooksiel ebenfalls. Und auch im schleswig-holsteinischen Büsum beispielsweise werden die Preise bei der Strandkorbvermietung sowie bei der Gästekarte erhöht. (dpa)