Nordsee: Geimpfte Besatzung bricht mit großem Marineschiff auf – für diesen Einsatz

Nordsee: Das Marineschiff „Berlin“.
Nordsee: Das Marineschiff „Berlin“.
Foto: picture alliance/dpa | Sina Schuldt

Das Marineschiff „Berlin“ ist am Freitagnachmittag mit einer nahezu vollständig geimpften Besatzung in die Nordsee aufgebrochen.

Die rund 220 Soldatinnen und Soldaten starteten vom Nordsee-Marinestützpunkt in Wilhelmshaven aus, wie ein Marinesprecher mitteilte.

Nordsee: Marineschiff bricht mit geimpfter Besatzung auf

Die Besatzung wird nun rund vier Monate im Einsatz sein. Zusammen mit litauischen Soldaten, die ebenfalls an Bord sind, soll die Truppe im Rahmen der Operation „Irini“ das Waffenembargo gegen Libyen überwachen und Frachtschiffe, die in Richtung des Landes unterwegs sind, kontrollieren.

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„Das Schiff ist einsatzklar, alle sind gesund und guter Dinge“, sagte Fregattenkapitän Stefan Klatt in einer Mitteilung vor der Abfahrt. Mehr als 90 Prozent der Besatzung nahm vor der Abfahrt freiwillig ein Impfangebot gegen das Coronavirus an.

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Das ist die Nordsee:

  • die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans
  • die Nordsee ist ein wichtiger Handelsweg und dient als Weg Mittel- und Nordeuropas zu den Weltmärkten
  • die Fläche beträgt 570.000 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 700 Meter tief

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Eine zweite Impfung mit dem Mittel des Herstellers Astrazeneca soll in wenigen Wochen auf See erfolgen. Damit ist die Besatzung des Einsatzgruppenversorgers nach Angaben der Marine die erste Marineeinheit, die mit Impfschutz gegen das Coronavirus zu einer Auslandsmission startet. Landgänge werden einem Sprecher zufolge voraussichtlich nicht möglich sein.

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Nordsee: Soldaten zur Isolation in einem Hotel

Eine größere Abschiedszeremonie gab es am Freitag nicht. Bereits vor rund zwei Wochen musste sich die Besatzung von Freunden und ihren Familien verabschieden. Zur Isolation waren die Soldaten einzeln in einem Hotel in Hannover untergekommen.

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Dies sei üblich, sagte der Marinesprecher, da in Kasernen der nötige Platz dafür fehle.

Nun wird der mehr als 170 Meter lange Einsatzgruppenversorger Mitte März im Einsatzgebiet erwartet. Ziele von „Irini“ sind die Stabilisierung des nordafrikanischen Bürgerkriegslandes Libyen sowie die Unterstützung des UN-geführten politischen Friedensprozesses. Neben Waffenschmuggel soll die Mission auch Ölschmuggel verhindern. (dpa/oa)