Ostsee: Jahrelang kamen DIESE seltenen Tiere her, jetzt nicht mehr – schuld sind die Menschen

Gut Emkendorf in der Nähe der Ostsee.
Gut Emkendorf in der Nähe der Ostsee.
Foto: IMAGO / Werner Otto

Zwölf lange Jahre lang freute man sich in der Nähe des Guts Emkendorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde, ein Stück weit entfernt der Ostsee, über ganz besondere Tiere.

Denn hier brüteten lange Zeit Seeadler. Betreut wurden sie hier in der Nähe der Ostsee von einer Projektgruppe „Seeadlerschutz“. 20 Jungtiere kamen hier zur Welt. Doch jetzt gibt es wenig erfreuliche Nachrichten.

Ostsee: Verscheucht durch den Menschen

Denn wie der NDR berichtet, hat Horstbetreuer Horst Andritzke an dem verlassenen Nest ein zerstörtes Ei gefunden. Er vermutet, dass Menschen in das Seeadlerschutzgebiet eindrangen und die Tiere aufscheuchten.

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So etwas ist fatal. Denn Seeadler sind sensible Wesen. Vermutlich machten sich Raben in ihrer Abwesenheit über das Ei her. Deswegen sollten Menschen die Schutzgebiete auf jeden Fall ernst nehmen.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Nachwuchs auf Schloss Gottorf

Bessere Nachrichten gab es laut NDR hingegen vom Schloss Gottorf. Seit Ende März gibt es hier wieder Seeadler-Nachwuchs.

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Zum achten Mal haben die Greifvögel Jungtiere zur Welt gebracht. Horstbetreuer Friedrich Neujahr sagte dem Sender, dass dort zwei bis drei Tiere pro Jahr ausfliegen, sei ein überdurchschnittlicher Bruterfolg. (rg)