Ostsee: Hier haben Anwohner genug von Touristen! „Es ist zu voll“

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Nach Rügen ist Usedom die zweitgrößte Insel Deutschlands. Die Insel an der Pommerschen Bucht hat 76.500 Einwohner. Sie ist zum Großteil Deutsch, jedoch ist auch ein Teil im Osten von ihr bereits polnisch. Gelegen an der Ostsee ist sie ein absoluter Touristenmagnet.

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Mit seinen vielen schönen Stränden an der Ostsee erfährt Mecklenburg-Vorpommern auch im zweiten Corona-Jahr einen Tourismusboom. Begeistert davon sind aber längst nicht alle.

Einigen Anwohnern an der Ostsee reicht es, sie haben genug von Urlaubern. Die Schattenseiten des Tourismus stehen bei ihnen im Vordergrund. Auf der Insel Rügen beispielsweise regt sich Widerstand gegen noch mehr Betten und Touristen auf der Insel (MOIN.DE berichtete).

Ostsee: Einwohner sind genervt

Jetzt legt eine Studie offen, wie genervt die Einheimischen von Urlaubern und Touristen wirklich sind. Viele sehen die positiven Effekte, wie beispielsweise die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Wirtschaftsförderung und der Beitrag zum Erhalt der Kultur. Das überdeckt aber nicht die negativen Aspekte des Tourismus.

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Ganze 45 Prozent der befragten Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern sagen: „Es ist zu voll“. Auf der Insel Usedom sind es sogar 67 Prozent. Den Einheimischen sind es eindeutig zu viele Urlauber an ihren Stränden.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Über die Hälfte der Befragten finden außerdem, der Tourismus würde zur Belastung der Natur beitragen. Ein ähnliches Ergebnis erzielte die Aussage, dass er für steigende Preise verantwortlich sei.

Die Einwohner sind demnach alles andere als zufrieden mit dem Tourismusmanagement in ihrem Land und stattdessen eher besorgt um ihre Zukunft und die der Natur.

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Der Landestourismusverband würde sich deshalb auf einen Ausbau der Branche konzentrieren, der qualitativ und auf die Einwohner ausgerichtet ist. Künftig müsse geprüft werden, ob der Tourismus für die Menschen vor Ort funktioniert. Sie müssten auch vom Tourismus leben können.

Ostsee: Manuela Schwesig äußert sich

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig äußerte sich zum Auftakt der Tourismustage mit der Aufforderung, die Branche mehr zu unterstützen, beispielsweise mit einer dauerhaften Mehrwertsteuersenkung.

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Außerdem betonte sie die Wichtigkeit der Branche für das Bundesland. Mehr als 100.000 Menschen seien im Nordosten im Tourismus beschäftigt. Damit ist es wohl umso wichtiger, dass Einwohner und Urlauber künftig an einem Strang ziehen.

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Wie begeistert Urlauber von der Ostsee sind, zeigt die Geschichte dieser Frau. Sie hat schon viele Orte entlang der Küste gesehen. Jetzt war sie das erste Mal auf Usedom. Wie ihr Fazit ausfällt, erfährst du >>> hier. (fk/dpa)