Ostsee: Große Bedrohung im Wasser – zwei Promis begeben sich in Gefahr

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Geisternetze in der Ostsee sind ein großes Problem. Die herrenlosen Fischernetze stellen eine Gefahr für kleine und große Fische sowie andere Meeresbewohner dar. Sie bleiben darin hängen, ertrinken oder verhungern langsam und qualvoll.

Dem Kampf gegen die Geisternetze hat sich die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) in einem Schutzprojekt verschrieben und erhält jetzt prominente Unterstützung. An einer Bergungsaktion Mitte August vor der Ostsee-Insel Rügen werden auch zwei Promis mit von der Partie sein.

Ostsee: Bergung von Geisternetzen ist kein leichtes Unterfangen

Die schier unglaubliche Zahl von bis zu 10.000 Fischernetzen beziehungsweise Netzteilen landet jährlich allein in der Ostsee. Angesichts dieser Menge erfordert es viel Idealismus und auch Mut, den Kampf gegen Geisternetze aufzunehmen.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Dabei muss man hinab zum Meeresgrund tauchen, Schleppnetze, Stellnetze und Reusen aufspüren, diese widerstandsfähigen Plastikgebilde mit nicht viel mehr als einem Messer durchtrennen und für den Transport an die Oberfläche vorbereiten.

Dieser keinesfalls ungefährlichen Aufgabe stellen sich im August mehrere Sport- und Berufstaucher, die dem Aufruf der Gesellschaft zur Rettung der Delphine und der Tauchbasis Prora folgen, um viele Geisternetze zu bergen und damit zum Erhalt der Artenvielfalt in der Ostsee beizutragen.

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Das ist Rügen:

  • Insel vor der Ostseeküste Vorpommerns
  • Flächengrößte und bevölkerungsreichste Insel Deutschlands
  • Etwa 77.000 Menschen leben hier
  • Rügen ist zehnmal größer als Sylt
  • Auf der Insel gibt es 100 Sonnenstunden pro Jahr mehr als in München
  • Neben Stränden gibt es auf Rügen auch viele Naturschutzgebiete

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SIE nehmen an Bergungsaktion in der Ostsee teil

Unterstützung erhält die GRD bei der bevorstehenden Bergungsaktion von Tessa Mittelstaedt und Matthias Komm. Die unter anderem durch die Fernseh-Krimis „Tatort“ und „Schimanski“ bekannten Schauspieler engagieren sich als GRD-Delfinbotschafter und werden zudem erstmals aktiv an der Geisternetzbergung vor Rügen teilnehmen.

Tessa Mittelstaedt und Matthias Komm erklären unisono: „Dass wir uns als Definbotschafter bei der Gesellschaft zur Rettung der Delphine engagieren, soll nicht nur reine Formalie sein. Vielmehr wollen wir den Delfin- und Meeresschutz aktiv unterstützen. Aus diesem Grund werden wir an der kommenden Bergung von Geisternetzen vor Rügen teilnehmen.“

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Seit Oktober 2019 stellt sich die GRD gemeinsam mit der Tauchbasis Prora dem Kampf gegen Geisternetze und organisiert regelmäßig Bergungsaktionen. Bis dato konnten 5,5 Tonnen an ehemaligen Fischernetzen geborgen werden. (mk)