Veröffentlicht inNorddeutschland

Ostsee: Katastrophe zeigt ihr volles Ausmaß! Beliebtes Ausflugsziel auf Rügen von Sturmflut angegriffen

Die Sturmflut sorgt auch nach zwei Wochen noch für Gefahr bei Anwohnern und Urlaubern. Auch ein beliebtes Ausflugsziel leidet unter den Folgen!

© IMAGO / Philippe Ruiz

Rügen: Heftige Wassermassen

Auf der Insel Rügen kamen heftige Wassermassen herunter.

Rund zwei Wochen nach der Sturmflut an der Ostsee (20. Oktober) ist die Gefahr für Anwohner und Urlauber nach wie vor akut. Besonders Spaziergänge an den Ufern sollten von Ostsee-Liebhabern vermieden werden. Die Gefahr befand sich allerdings auch unter dem Sand.

Die Wassermassen der vergangenen Flut haben ein beliebtes Ausflugsziel auf der Urlaubsinsel Rügen wohl am schlimmsten getroffen. Am Kap Arkona an der Ostsee ist ein riesiges Stück vom Kliff abgebrochen. Andreas Heinemann, Chef der Tourismusgesellschaft, spricht gegenüber der „dpa“ von einem riesigen Abbruch. Es soll sich um rund 15.000 Kubikmeter handeln.

Ostsee: Umweltminister warnt

Umweltminister Mecklenburg-Vorpommerns Dr. Till Backhaus warnte in einer Pressemitteilung vor den Gefahren nachträglicher Küstenabbrüche. Doch auch Munitionsreste seien durch die Sturmflut in einigen Teilen der Ostsee freigespült worden.

Um die noch bestehenden Gefahren zu beseitigen, werden ausgebildete Ranger eingesetzt. Diese sind insbesondere dazu eingesetzt, um Munitionsreste sicher zu entfernen und die Bergung größerer Felsabbrüche durchzuführen. Die Bevölkerung wird dazu gebeten sich von küstennahen Felsen fernzuhalten, da die Gefahr weiterer Felsabbrüche nach wie vor groß ist.

+++ Ostsee: Unheimliche Entdeckung am Strand – wie in einem Horror-Film… +++

Ostsee: Gravierende Schäden in dreistelliger Millionenhöhe

Laut der Nachrichtenagentur „dpa“ belaufen sich die entstandenen Schäden auf eine Höhe einer dreistelligen Millionenhöhe. Durch hohe jährliche Investitionen von runde 20 Millionen Euro zur Prävention von Sturmfluten ergaben erste, überschlägige Prüfungen, dass die Ostsee gegen zukünftige Sturmfluten vorerst gut geschützt sei.


Mehr News zur Ostsee:


In einigen Küstenabschnitten seien wohl aber frühere Sandaufschüttungen erwartbar, als zuerst angenommen. Wie groß der Bedarf für diese Sandaufschüttung werde, wird momentan errechnet. Die Gefahren sind also noch nicht gebannt, doch die Küsten an der Ostsee scheinen gut gesichert für mögliche, weitere Sturmfluten.