Ostsee: Serienstar tauft Schiff und denkt an dramatische Szenen zurück – „Fenster gingen zu Bruch“

In der Ostsee wurde ein neues Schiff der Seenotretter von einem Serienstar getauft.
In der Ostsee wurde ein neues Schiff der Seenotretter von einem Serienstar getauft.
Foto: Foto: Die Seenotretter – DGzRS, Jörg Sarbach

Am Donnerstag wurde in der Ostsee ein neues Trainingsschiff der Seenotretter in den Dienst gestellt. An dieser Aktion beteiligt war ein echter Serienstar! Denn getauft wurde es von niemand Geringerem als „Traumschiff“-Schauspielerin Barbara Wussow. Künftig trägt das Schiff in der Lübecker Bucht den Namen „Carlo Schneider.“

Die Hotelchefin des ZDF-„Traumschiff“ berichtete an der Ostsee dabei von ihrer ersten Fahrt mit dem Traumschiff „Amadea“. Dramatische Szenen haben sich damals abgespielt.

Ostsee: Wussow hat großen Respekt!

Sie seien von Honolulu nach Yokohama unterwegs gewesen, „bei mehr als elf Beaufort und sehr grober See“, erinnerte sie sich an die schaurigen Momente. Die schaukelige Angelegenheit hinterließ so einige Spuren. „Fenster gingen zu Bruch, der Rumpf trug Beulen davon.“

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Das sind die Seenotretter:

  • Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist die deutsche nichtstaatliche Seenotrettungsorganisation.
  • Sie ist für den Such- und Rettungsdienst bei Seenotfällen im deutschen Teil der Nord- und Ostsee zuständig.
  • Für diese Aufgabe werden 59 Rettungsboote unterschiedlicher Größe auf 55 Stationen eingesetzt.
  • Einsatzzentrale für alle Maßnahmen in der Bundesrepublik ist die Seenotleitung Bremen.
  • Die Gesellschaft wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Kiel gegründet.
  • Die DGzRS erhält keine staatlichen Gelder und deckt den größten Teil ihrer Kosten durch freiwillige Zuwendungen.

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„Ich habe aller größten Respekt vor den Seenotrettern, die sich bei jedem Wetter mutig und selbstlos für andere einsetzen.“ Wussow bewundert das sehr. Vermutlich erst recht nach ihrem gruseligem Erlebnis auf hoher See.

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Um die Seenotretter bei ihren Einsätzen besser zu schützen, haben sie nun mit „Carlo Schneider“ ihr erstes eigenes Trainingsschiff. Dort können künftig auf Nord- und Ostsee Standards wie beispielsweise Schleppen und Navigieren, aber auch die Abbergung aus Schiffsinnenräumen trainiert werden.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Ostsee: Grund for die Spende bleibt ungewiss

Ermöglicht wurde die Neuanschaffung durch den 2017 verstorbenen Schweizer Carlo Schneider, nach dem auch das Schiff benannt wurde. Er hatte den Seenotrettern Geld vermacht, mit der Bedingung, dass sie es für die Sicherheit ihrer Besatzung einsetzen sollten.

Warum Schneider der „Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ so viel Geld vermachte, ist unklar.

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Das Schiff, das bis zu elf Knoten schnell fahren kann, wird nun aber Dank des Schweizers für noch mehr Sicherheit auf dem Wasser sorgen. (dpa/fk)