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Ostsee: Sturmflut-Folgen bedrohen Ferienhäuser – Bürokratie macht alles noch schlimmer

Nach der verheerenden Sturmflut fühlen sich Bewohner an der Ostsee von den Behörden im Stich gelassen. Ihre Existenz ist bedroht und Hilfe ist nicht in Sicht.

© IMAGO / Panthermedia

Die Ostsee: 5 Fakten über das Baltische Meer

Die Ostsee hat eine Fläche von 412.000 Quadratkilometer. Die tiefste Stelle in der Ostsee beträgt 459 Meter. Im Durschnitt ist das Meer etwa 52 Meter tief. Im Englischen und in vielen anderen Sprachen bezeichnet man die Ostsee als Baltische See oder als Baltisches Meer.

Die vergangene Sturmflut an der Ostsee (>>> hier mehr) hat die langfristige Bedrohung für Menschen an der Küste nochmals verschärft. Doch anstatt die Gefahren zu beseitigen, hadert es erneut an der deutschen Bürokratie. Bewohner von Loissin in der Nähe von Greifswald bereiten sich momentan schon eigenständig darauf vor, die Problemlösung selbst in die Hand nehmen zu müssen…

Denn nicht weniger als jahrelang gehegte und teuer bezahlte Träume sind an der Ostsee in höchster Gefahr!

Steilküste der Ostsee abgebrochen

Die vergangene Sturmflut an der Ostsee (20. und 21. Oktober) und die Gefahr für das Ferienhaus von Peter Ihle ist auch nach der Flut noch enorm groß. Der Thüringer Arzt hat sich mit dem Ferienhaus einen langjährigen Wunsch erfüllt, doch durch die wiederkehrenden Wetterumschwünge mit teils starken Stürmen könnte dieser Traum bald ein schreckliches Ende finden.

Laut Experten geht die Küste jährlich um 30 Zentimeter zurück, doch wenn der Meeresspiegel steigt, verschnellert sich dieser Prozess. Nach der Sturmflut am 20. und 21. Oktober ist erneut ein Stück von der Steilküste abgebrochen. Die Bewohner sind genervt und fühlen sich von der Politik im Stich gelassen, berichtet die Ostsee Zeitung (OZ).

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Die Lösung, welche den Bewohnern an Küstennähe geboten wird, ist dabei schon fast zynisch. Nach jahrelangem Kampf ohne Lösungsangebote wird Ihnen nun ermöglicht, dass die Anwohner Ausgleichsflächen bekommen, die Küstennähe aufgeben und im Binnenland neu bauen. Der Traum vom Blick auf die Ostsee wäre somit geplatzt.


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Bürokratie-Wahnsinn an der Ostsee

Bereits 2019 gab es schon eine große Gesprächsrunde mit den Vertretern des Landes. Vier Jahre später ist nichts passiert. Die Pläne für mögliche Schutzmaßnahmen liegen laut dem Bürgermeister von Loissin bei den Genehmigungsbehörden, allerdings seit nun einem Jahr, berichtet „OZ“. Doch wie lange die wirkliche Problembehebung bei Genehmigung dauern könnte, ist noch völlig unklar.

Die Bewohner rund um Peter Ihle fühlen sich im Stich gelassen. Ob und wie lange Sie ihre Ferienhäuser an der Ostsee noch behalten können, entscheidet wohl die Natur.