Ostsee: Menschen sammeln Müll am Strand – dort erleben sie eine unerwartete Überraschung

An der Ostsee haben Aktivisten Müll gesammelt (Symbolbild).
An der Ostsee haben Aktivisten Müll gesammelt (Symbolbild).
Foto: picture alliance/dpa | David Young

In Strande an der Ostsee haben Umweltschützer am Wochenende eine freiwillige Aktion gestartet, die eine unerwartete Überraschung hervorbrachte.

Die gemeinnützige Organisation „Sea Shepherd“ hatte zu einer Reinigungsaktion am Strand aufgerufen. Dort sollte der Uferbereich von Müll befreit werden. Doch was Helfer dann an der Ostsee fanden, verblüffte.

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Ostsee: Waren Sammler zu gemütlich?

Insgesamt hätten die Helfer nur 20 Kilogramm Müll am Strand gesammelt, berichten die „Kieler Nachrichten“. Und das hat nichts damit zu tun, dass die Freiwilligen zu langsam oder zu gemütlich waren. Viele Sammler seien nur mit halbgefüllten Eimern zurückgekommen, was eine positive Überraschung ist.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Dass weniger Müll gesammelt wurde liegt nämlich schlichtweg daran, dass es weniger Hinterlassenschaften gab. Es sei eine gute Bilanz, sagt Keno Huhn von „Sea Shepherd“ gegenüber den „Kieler Nachrichten“. Je weniger Müll am Strand rumliegen würde, desto besser.

Er betreut zusammen mit drei weiteren Mitgliedern die Müllsammelaktion. Die Organisation „Sea Shepher“ ruft bereits seit Juli an verschiedensten Orten an der Ostsee zu Aufräumaktionen auf.

Auch per Schiff sammeln die Umweltschützer Müll ein. Sie würden sich dabei insbesondere um herrenlose Fischernetze kümmern. „49 Prozent des Mülles im Meer stammen von der Fischerei“, erklärt Huhn dazu.

Tragisches Ende in der Ostsee

Die alten Fischernetze bedeuten ein tragisches Ende für viele Lebewesen im Meer. Diese würden sich in den Netzen verfangen und dann darin sterben.

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Umso besser, dass es solche Müllaufräumaktionen im und am Wasser gibt. Wer demnächst an der Ostsee ist und mithelfen möchte, ist sicherlich herzlich eingeladen. (fk)