Ostsee: Turmfalkenpaar nistet in Lüftungsschacht – jetzt ermittelt die Polizei

In Stralsund an der Ostsee ermittelt wegen eines Vorfalls mit Turmfalken jetzt die Polizei. (Symbolbild)
In Stralsund an der Ostsee ermittelt wegen eines Vorfalls mit Turmfalken jetzt die Polizei. (Symbolbild)
Foto: picture alliance/dpa | Stefan Sauer, picture alliance / Wolfram Steinberg (Montage MOIN.DE)

In der Ostsee-Stadt Stralsund hat sich ein Turmfalkenpaar in einen Lüftungsschacht eingenistet. In Städten sind Turmfalken keine Seltenheit.

Was dann allerdings mit den Tieren in Stralsund mit den Tieren passierte, beobachtete ein Mann, der die zuständige Naturschutzbehörde kontaktierte. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei in dem Fall an der Ostsee. Denn der Verdacht des Mannes, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zuging, bestätigte sich.

Ostsee: Nest mit fünf Eiern gefunden

Der Anwohner aus dem Stadtteil Grünhufe in Stralsund hatte beobachtet, dass ein Falkenpaar, das in einem Lüftungsschacht in einem Wohnblock lebt und vermutlich brütet, vertrieben wurde.

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Der Schacht sei geschlossen worden und möglicherweise befinden sich dort Jungtiere oder Eier, welche durch das Falkenpaar nicht mehr erreicht werden. Dieser Verdacht habe sich bestätigt, schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

Eine Firma habe den Lüftungsschacht vermutlich erneuert und anschließend geschlossen. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen wurden die Vögel im Rahmen der Schließung des Schachtes aktiv durch einen Bauarbeiter aus dem Nest vertrieben.

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Das ist die Ostsee:

  • auch Baltisches Meer genannt
  • die Ostsee ist das größte Brackwassermeer der Erde
  • die Fläche beträgt 412.500 Quadratkilometer
  • sie ist bis zu 459 Meter tief

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Feuerwehr öffnet Luftschächte an der Ostsee

Die Stralsunder Feuerwehr öffnete mit Hilfe einer Drehleiter die Schächte. Im betroffenen Schacht wurde ein Nest mit fünf Eiern vorgefunden.

Nach Rücksprache mit einem Ornithologen einigten sich die Verantwortlichen gemäß Mitteilung darauf, das Nest samt Eiern in dem wieder geöffneten Schacht zu belassen.

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Der Vorfall hat ein Nachspiel: Die Kriminalpolizei ermittelt jetzt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz. Was die Vögel betrifft, bleibt zu hoffen, dass die Eier noch bebrütbar sind und die Turmfalken zum Brüten zurückkehren. (kbm)