Ostsee-Urlaub: Familie bei Ankunft geschockt! „Würde am liebsten heulend wieder wegfahren“

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Nordsee vs. Ostsee: Das unterscheidet beide voneinander

Was sind die Unterschiede zwischen Nord- und Ostsee?

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Für eine Familie entwickelte sich der lang ersehnte Ostsee-Urlaub zu einer Katastrophe. Neun Stunden fuhr Elena mit ihren Kindern im Alter von je drei Jahren und elf Monaten mitsamt Oma ans Meer. Doch bei der Unterkunft angekommen, traf sie der Schlag.

„Ich würde am liebsten meine Taschen nehmen und direkt heulend wegfahren“, schreibt Elena bei Facebook. Kein Wunder, wenn man liest, was sie in der Ferienwohnung an der Ostsee erwartete.

Ostsee: Spinnweben und Spinnen in fast jeder Ecke

Schon beim Hineingehen sei es unheimlich schmutzig gewesen, schreibt Elena. Die Schlüssel hätten sie von der Reinigungskraft bekommen, die hätte sie auch rumgeführt. Angesprochen auf den Schmutz habe sie die Familie gebeten, eine Stunde spazierenzugehen, sie würde nochmals drüberputzen.

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Die Familie geht los – auch wenn es nach neun Stunden Fahrt mit Baby und Kleinkind Schöneres gebe, als direkt fortgeschickt zu werden. Als sie zurückkommen, folgt die nächste Enttäuschung: „Nun ist's aber leider genauso wie vorher.“ Die Füße nach zwei Metern schwarz, Spinnweben und Spinnen in fast jeder Ecke, die Rückenlehne des Bettes ist nicht angeschraubt. Eine Spinne krabbelt über die Bettdecke.

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10 Tipps für Urlaub an der Ostsee:

  • Rügen
  • Bornholm
  • Usedom
  • Hiddensee
  • Fischland-Darß-Zingst
  • Poel
  • Heiligendamm
  • Timmendorfer Strand
  • Fehmarn
  • Hohwachter Bucht

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„Mittlerweile denke ich, die Wohnung ist noch nicht fertig obwohl in der Anzeige steht ,2020 umfangreich modernisiert und neu ausgestattet'“, sagt Elena im Gespräch mit MOIN.DE. Das Bad unten scheint neu zu sein, nur eben noch nicht fertig mit Kabeln da, wo irgendwann mal der Spiegel hängen wird. Genauso die Rauchmelder oder die Möbel.

Seit Samstag habe sich nichts getan, obwohl sie spätnachts noch dem Vermieter geschrieben habe. Keine Antwort per Mail, kein Rückruf.

Ostsee: Die Familie bleibt trotzdem

„Von Wohlfühlen kann nicht die Rede sein, das Geschirr hier würde ich um nichts in der Welt nutzen. In der Besteckschublade liegen Haare.“ Trotzdem ist die Familie geblieben. „Wir sind ewig gefahren und wollten den Kindern nicht die paar wenigen Tage am Meer noch nehmen.“ Inzwischen haben sie den Boden geputzt und die Spinnen entfernt. „Vorher natürlich von allem Fotos gemacht.“

+++ Sylt: Mann findet am Strand eine Dose aus England – dann isst er den Inhalt! +++

Das ist für eine mögliche Rückerstattung wichtig. Generell gilt: Wenn Urlauber Mängel in ihrer Unterkunft feststellen, sollten sie diese dokumentieren und am besten von einem Zeugen bestätigen lassen. Beseitigt der Vermieter beziehungsweise Anbieter der Unterkunft diese Mängel nicht, kann der Preis gekürzt werden.

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Mehr News von der Ostsee:

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Bleibt der Familie zu wünschen, dass sie wenigstens am Strand eine gute Zeit hat.

Die Familie ist leider nicht die einzige, die in diesem Sommer schlechte Erfahrungen mit ihrer Urlaubsbuchung machen musste. Welchen Ekelfund eine Familie in Timmendorfer Strand in ihrer Ferienwohnung machte, erfährst du >>> hier. (kbm/mk)

Ob Ostsee oder Nordsee: Das ist bei der Buchung von Ferienwohnungen wichtig

An der gesamten Nord- und Ostseeküste, von Borkum bis Usedom, kommt es immer wieder zu Betrugsfällen mit Ferienwohnungen. MOIN.DE hat sich bei den Verbraucherzentralen im Norden nach hilfreichen Tipps umgehört.

Das deutet auf einen Betrugsversuch hin:

  • Die Miete ist ungewohnt günstig.
  • Es ist lediglich eine E-Mail-Adresse angegeben. Andere Kontaktdaten des Vermieters fehlen.
  • Es fehlt die detaillierte Beschreibungen des Mietobjekts.
  • Der gesamte Mietpreis bzw. ein Großteil soll im Voraus überwiesen werden.
  • Die Zahlung soll per Überweisung oder über Bargeldtransferdienste wie Western Union oder Money Gram erfolgen. Auch Zahlungen auf ausländische Konten können ein Hinweis sein.

Das rät die Verbraucherzentrale:

  • Angebote meiden, die zu günstig sind.
  • Nie den Gesamtpreis direkt im Voraus bezahlen.
  • Nicht auf Bargeldtransferdienste oder SEPA-Überweisung eingehen. Besser per Kreditkarte oder Lastschrift zahlen. Im Betrugsfall kann so das Geld von der Bank zurückverlangt werden.
  • Ist man unsicher, den Anbieter telefonisch kontaktieren und um Informationen bitten.
  • Bewertungen anderer Nutzer lesen.

MOIN.DE hat außerdem beim Landeskriminalamt in Mecklenburg-Vorpommern nachgefragt, was es Betroffenen von Betrugsmaschen empfiehlt.

So sollten Betroffene vorgehen:

  • Wenn bereits Geld für den Kauf überwiesen wurde, sollten Betroffene umgehend ihre Bank kontaktieren und sich erkundigen, ob die Zahlung rückgängig gemacht werden kann.
  • Es sollten zudem alle Beweise für den Online-Kauf gesichert und Belege, wie Kaufvertrag, Bestellbestätigung oder E-Mails, ausgedruckt und aufbewahrt werden.
  • Mit den gesicherten Unterlagen sollte man sich umgehend an die Polizei wenden und Anzeige erstatten. Darüber hinaus ist eine entsprechende Meldung an den Betreiber sinnvoll.