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Ostsee: FKK-Abschnitt am Strand sorgt für Frust und Ärger – „Lächerlich“

Nicht für jeden ist die Freikörperkultur (FKK) am Ostsee-Strand das Richtige. Trotz klarer Grenze gibt es erneut Streit unter Urlaubern…

© IMAGO / Winfried Rothermel

Die Ostsee: 5 Fakten über das Baltische Meer

Die Ostsee hat eine Fläche von 412.000 Quadratkilometer. Die tiefste Stelle in der Ostsee beträgt 459 Meter. Im Durschnitt ist das Meer etwa 52 Meter tief. Im Englischen und in vielen anderen Sprachen bezeichnet man die Ostsee als Baltische See oder als Baltisches Meer.

Bei gutem (oder auch bei weniger gutem) Wetter tummeln sich am Ostsee-Strand in Grömitz, Scharbeutz, Heiligenhafen und Co. oft etliche Menschen, um zu spazieren, zu schwimmen oder sich in die Sonne zu legen.

Dabei gibt es auch Freunde der Freikörperkultur (FKK), die sich gerne komplett ohne Bekleidung die Sonne auf die Haut scheinen lassen. Normalerweise sind die Bereiche, an denen das möglich ist, klar gekennzeichnet. Trotzdem kommt es an einem Ostsee-Strand nun erneut zu Streitereien unter Strand-Besuchern.

Ostsee: Klare Regeln am Strand

Abgesehen von den gewöhnlichen Sandstränden, an denen sich die meisten Menschen in ihrem Urlaub einfinden, gibt es auch abgetrennte für Hundebesitzer und ihre Vierbeiner oder etwa Reitergruppen oder Wassersportler. Auch für FKK-Begeisterte sind Abschnitte klar sichtbar.

Ein Schild verweist in der Regel auf den jeweiligen Bereich. Im Fall von Heiligenhafen teilt ein Besucher nach seinem Strand-Aufenthalt sogar ein Foto davon. Darauf wird von der Gemeinde Heiligenhafen mittels Symbolen darauf hingewiesen, dass Bild- und Videoaufnahmen, Hunde und Kleidung am Strand verboten sind.

Normalerweise sollte das verständlich sein. Das scheint aber nicht die Realität zu sein, wenn man auf aktuelle Diskussionen unter dem öffentlichen Bild blickt. „Warum fällt es den Strandspaziergängern so schwer, einfach mal dieses Schild zu respektieren?“, möchte die Beitragserstellerin wissen. „Lächerlich“, lautet direkt ein zustimmender Kommentar.

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Ostsee: Zu wenig nackte Haut?

Darunter beschweren sich FKK-Fans ebenfalls über das Nicht einhalten der Regelungen, während sich FKK-Gegner darüber ärgern, dass sie angezogen nicht einmal den Abschnitt durchqueren dürfen. Einige amüsieren sich darunter. „Also vor dem Schild nackig machen und am anderen Ende wieder anziehen“, schreibt eine Frau beispielsweise dazu.

In ernsterem Ton geben einige Besucher zu, ihren Hund oft an solche Abschnitte mitgenommen zu haben. „Da hat keiner rumgeheult.“ Die Kommentatorin erntet jedoch direkt wütende Reaktion. An anderer Stelle wird ebenso blank gezogen: „Was interessieren mich solche Schilder?“


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Ostsee: „Braucht niemand“

Anderen wird im Zuge der Diskussion ein ganz anderes Problem präsent: „Der FKK-Bereich in Heiligenhafen ist ein Witz“, findet ein Mann, „Mini Strandabschnitt, ständig Spanner, die sich von hinten anschleichen.“ Für ihn ist klar, das „braucht niemand“. Er sei jährlich in Heiligenhafen, würde den FKK-Bereich jedoch meiden. „Das haben andere Orte besser gelöst“, schreibt der Mann weiter.

Öffentlich nackte Haut zu zeigen, sei laut mehreren Kommentaren an der Ostsee und in Deutschland allgemein ohnehin weniger geworden. „Brauchen wir eigentlich überhaupt einen FKK-Strand?“, fragt eine Frau, „ist das nicht völlig aus der Zeit gefallen?“