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Ostsee: Urlauber schauen in die Röhre –„Innenstadt verödet immer mehr“

Schlechte Zeiten für Geschäfte in den Innenstädten – Urlauber an der Ostsee müssen in Zukunft auf viele Angebote verzichten.

Mehr Läden in der Ostsee-Stadt Stralsund müssen schließen.
© IMAGO / Rupert Oberhäuser

Die Ostsee: 5 Fakten über das Baltische Meer

Die Ostsee hat eine Fläche von 412.000 Quadratkilometer. Die tiefste Stelle in der Ostsee beträgt 459 Meter. Im Durschnitt ist das Meer etwa 52 Meter tief. Im Englischen und in vielen anderen Sprachen bezeichnet man die Ostsee als Baltische See oder als Baltisches Meer.

An regnerischen Tagen ein bisschen in der Stadt shoppen oder ein paar Souvenirs für Freunde und Familie daheim mitbringen – gehört für viele Besucher im Urlaub dazu. Eine betrübende Entwicklung macht dem nun auch an der Ostsee einen Strich durch die Rechnung.

Deutschlandweit nimmt die Zahl der Ladengeschäfte seit Jahren immer weiter ab. Längst sind auch Läden in beliebten Ferien-Orten an der Ostsee betroffen. Insbesondere von einer Gruppe fühlen sich die Betroffenen besonders vernachlässigt.

Ostsee: Viele Läden von Schließungen betroffen

Wieder muss ein kleiner Laden in der Altstadt von Stralsund an der Ostsee seine Pforten schließen. Es trifft einen der bei Touristen häufig angesteuerten Souvenirshops. Einen ähnlichen Trend gibt es in zahlreichen anderen deutschen Innenstädten. Wie der „Handelsverband Deutschland“ (HDE) erklärt, sind vor allem kleinbetriebliche Fachhandel von den Schließungen betroffen. So auch in diesem Fall – ab Oktober wird es einen Laden weniger in der Küstenstadt geben. Verantwortlich seien dafür vor allem wirtschaftliche Gründe.

Nach gerade einmal vier Jahren muss das kleine Geschäft dicht machen. „Die Umsätze sind gesunken, auch in der Saison. Es kamen einfach zu wenige Besucher in die Stadt“, erzählt der Betreiber gegenüber der „Ostsee Zeitung“. Von einigen Personen fühlt sich der Unternehmer völlig alleingelassen…

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Ostsee: „Stirbt der Handel, stirbt die Stadt“

Angesichts der vielen Schließungen müssten in der Politik der Ostsee-Gemeinde eigentlich die Alarmglocken läuten. Vor allem von der Stadt Stralsund fühlt sich der Ladenbesitzer jedoch im Stich gelassen. „Die Stadt scheint sich nicht für uns zu interessieren“, zitiert ihn die „OZ“. Der Einzelhandel ist eine der tragenden Säulen der Innenstädte. Der HDE sieht die Entwicklung besonders kritisch: „Stirbt der Handel, stirbt die Stadt“. Viele Urlauber teilen diese Einschätzung. „Die Stralsunder Innenstadt verödet immer mehr“, heißt es auf Facebook.


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Für die Betreiber bedeutet es mehr noch als einen Jobverlust, die Stadt büßt an attraktiven Angeboten ein und Ostsee-Urlauber haben weniger Auswahl beim Kauf von Souvenirs. Verlierer sind im Falle einer solchen Ladenschließung alle.