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Ostsee: Verzweiflung auf Usedom! Jetzt wird hart durchgegriffen

Vor allem eine Berufsgruppe hatte auf der Ostsee-Insel Usedom mit den Straßennamen mächtige Probleme. Doch das ist bald Geschichte.

© IMAGO / Christian Ender

Usedom: Woher die Insel ihren Namen hat

Nach Rügen ist Usedom die zweitgrößte Insel Deutschlands. Die Insel an der Pommerschen Bucht hat 76.500 Einwohner. Sie ist zum Großteil Deutsch, jedoch ist auch ein Teil im Osten von ihr bereits polnisch. Gelegen an der Ostsee ist sie ein absoluter Touristenmagnet.

Die Ostsee begeistert Bewohner und Besucher durch ihre wunderschöne Natur und idyllischen Strände. In einer kleinen Gemeinde an der Ostsee stand besonders eine Berufsgruppe lange Zeit vor einem Problem.

Weil zum Teil auch die Sicherheit der Anwohner gefährdet war, musste die kleine Ostsee-Gemeinde eingreifen und Straßennamen ändern. Speziell eine Berufsgruppe wird nun tief durchatmen können.

Ostsee: Siebenmal der gleiche Straßenname

In der 600-Seelen Gemeinde Rankwitz auf der Ostsee-Insel Usedom haben besonders Postboten ein riesengroßes Problem. In dem kleinen Ort gibt es gleich siebenmal die „Dorfstraße“. Wenn der Absender des Briefes keinen Vermerk für den Postboten hinterlässt, ist es fast schon wie Lotto spielen. Denn sie haben mehrere Möglichkeiten, den Brief zur Empfängeradresse zu liefern.

„17406 Rankwitz“ lautet die Postleitzahl im Ort, doch es gibt beispielsweise eine „Dorfstraße 2“ im Ortsteil Reestow. Früher waren alle Ortsteile eigenständig und hatten eine eigene Dorfstraße. Doch nun gehören alle Ortschaften zur Gemeinde Rankwitz – so gibt es auch eine „Dorfstraße 2“ im Ortsteil Quilitz.

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Ostsee: Rettungsdienste an falscher Adresse

Laut „Bild“ kam es auch in der Vergangenheit zu Problemen für Rettungsdienste. So seien auch mal Einsatzfahrzeuge zur falschen Adresse gefahren, weil am Telefon nicht der Ortsteil genannt worden ist.


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Auch weil die Post die Gemeindevertretung über diese teils großen Probleme informierte, entschied sich die Gemeinde nun zur Umbenennung der Straßennamen. Für die Bewohner der besagten Straßen bedeutet das in Zukunft eine Menge Arbeit. Wie Rankwitzer Bürgermeister Arno Volkwardt gegenüber der „Ostsee Zeitung“ verkündete, bleibe dieser Aufwand aber human.